AstraZeneca wird vorerst nicht mehr gespritzt

Impfungen eingestellt

Impfungen mit AstraZeneca werden am Impfzentrum in Röthenbach vorerst gestoppt. | Foto: David Pereiras/stock.adobe.com2021/03/NL-Impfen-adobe-stock-David-Pereiras-1-scaled.jpg

NÜRNBERGER LAND – Der Landkreis Nürnberger Land und das Impfzentrum in Röthenbach haben am Montag die Anweisung des Gesundheitsministeriums erhalten, sofort alle Impfungen mit AstraZeneca einzustellen. Sowohl Erst- als auch Zweitimpfungen mit AstraZeneca, die schon geplant waren, werden bis auf Weiteres nicht stattfinden.

Laut Mitteilung des Landratsamtes sind im Landkreis Nürnberger Land 250 bis 300 Termine betroffen. Alle Personen, deren Impftermine nun nicht stattfinden können, wurden beziehungsweise werden vom Online-Portal über den Ausfall der Termine informiert. Wer sich telefonisch registriert hat, wird von den Mitarbeitern angerufen. Allen betroffenen Personen solle so schnell wie möglich ein neuer Termin zugeteilt werden, sie müssten nichts weiter tun, als auf weitere Benachrichtigungen zu achten und erreichbar zu bleiben.

Weiter heißt es: „Der AstraZeneca-Impfstoff machte etwa ein Drittel des Impfstoffes aus, mit dem das Impfzentrum in Röthenbach beliefert wird; zwei Drittel umfassen das Vakzin von Biontech. Auch das Mittel des Herstellers Moderna wird im Landkreis geimpft, allerdings wird es nur in einem sehr kleinen Umfang geliefert. Der bisherige Stand der Dinge war, dass kontinuierlich mehr Impfstoff ins Nürnberger Land geliefert werden sollte, was die Basis für die Ausweitung der Impfkapazitäten – längere Öffnungszeiten im Impfzentrum in Röthenbach und zwei Außenstellen in Hersbruck und Altdorf – darstellte. Dass nun eines von drei Vakzinen auf unbestimmte Zeit nicht genutzt werden kann, wird Auswirkungen auf die Ausweitungspläne haben und sich ebenfalls beim Umfang an zeitnahen Impfterminen bemerkbar machen.


Die Einbindung der niedergelassenen und betrieblichen Ärztinnen und Ärzte, spätestens ab 1. April, wird vom Landratsamt ausdrücklich begrüßt. Voraussetzung für ein Gelingen seien jedoch ausreichend Impfstoffe sowie der Abbau von Bürokratie.

INFO:
Das Paul-Ehrlich-Institut rät Personen, die den COVID-19-Impfstoff
AstraZeneca erhalten haben und sich mehr als vier Tage nach der Impfung
zunehmend unwohl fühlen, beispielsweise starke und anhaltende
Kopfschmerzen oder punktförmige Hautblutungen haben, sich unverzüglich in ärztliche Behandlung begeben.

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