Von Bocksbart bis Zittergras

Grünlandflächen im Nürnberger Land sind besonders artenreich

Erwin Schnitzlein vom AELF zeigte die Nutzung der FalBy-App.
Erwin Schnitzlein vom AELF zeigte die Nutzung der FalBy-App. | Foto: Sebastian Haubner/AELF-RW2026/06/Erwin_Schnitzlein_vom_AELF_zeigte_die_Nutzung_der_.jpg

NÜRNBERGER LAND - Viele Grünlandflächen im Nürnberger Land sind besonders artenreich. Dies stellte Fachberater Sebastian Haubner vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Roth-Weißenburg in einer Schulung für Landwirte in Hohenstein heraus.

Als artenreich gilt Grünland dann, wenn mindestens vier von 36 typischen Zeigerpflanzen vorgefunden werden. Diese Zeigerpflanzen stehen für bestimmte Lebensräume und Standorte, auf denen die Pflanzen wachsen.

Pflanzen bestimmen mit der FalBy-App

Auf solchen Flächen können nach Erhebungen viele weitere Grünlandpflanzen vorgefunden werden. Für viele Insekten bieten diese Nahrungsangebot und Lebensraum. Haubner erläuterte die Bedeutung, die Standortansprüche sowie die Inhaltsstoffe dieser Pflanzen. Viele davon stellen nicht nur für die Insekten eine Bereicherung dar, sondern finden auch in Küche und Medizin Verwendung. Als Bestimmungshilfe dient die FalBy-App. Informationen zum Einsatz der Foto-App gaben Fabian Freihart und Erwin Schnitzlein. Anschließend konnten die Teilnehmer die Bestimmung der Kennarten unter Anwendung der App testen.

Hotspot für Biodiversität

Im Landkreis werden über 7000 Hektar Grünland extensiv bewirtschaftet und sind besonders artenreich. Das Nürnberger Land ist damit ein Hot-Spot der Biodiversität. Statt der angestrebten 10 Prozent der Grünlandflächen, die erst nach dem 15. Juni gemäht werden sollen, wird dies bereits auf 18 Prozent der Grünlandfläche praktiziert. Aktuell werden knapp 18 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche ökologisch bewirtschaftet. Diese Ergebnisse belegen die Bereitschaft der im Landkreis wirtschaftenden Landwirte Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen.

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