HORMERSDORF – Zu einem größeren Verkehrsunfall mit insgesamt fünf geschädigten Fahrzeugen ist es am späten Donnerstagabend, 11. Juni, auf der A9 bei Hormersdorf in Fahrtrichtung Süden gekommen.
Ein 42-jähriger Nürnberger befand sich mit seinem BMW 840i auf Höhe Hormersdorf. Er war seinen eigenen Angaben zufolge mit hoher Geschwindigkeit unterwegs, als er bei feuchter Fahrbahn die Traktion verlor, in das Heck eines Sattelzuganhängers auf der rechten Spur fuhr, dort wegschleuderte, zuerst in die Betonleitwand, dann quer über die drei Fahrspuren hinweg in die rechte Außenschutzplanke, an einem Lastwagen-Gespann vorbei und zuletzt vor diesem am Standstreifen zum Stehen kam.
Der Lastwagen konnte laut Bericht der Verkehrspolizei Bayreuth rechtzeitig anhalten. Der sich alleine im BMW befindende Fahrer wurde leicht verletzt und nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst vor Ort in ein Krankenhaus gebracht. An seinem BMW entstand Totalschaden, alle Airbags lösten aus und der Motorblock wurde aus seinem Fahrzeug gerissen und lag mehrere Meter entfernt von diesem auf der Fahrbahn.
Am Lastwagen entstand ebenfalls hoher Sachschaden, da die hintere Achse massiv beschädigt wurde. Das Gespann musste abgeschleppt werden.
Durch das Unfallgeschehen erwartete die anfahrenden Einsatzkräfte der Verkehrspolizeiinspektion Bayreuth ein Trümmerfeld auf einer Länge von rund 200 Metern über alle Fahrspuren verteilt. Ein weiterer Lkw und zwei Autos fuhren über diese Trümmer. Beide hatten Schäden an den Reifen, die Ölwanne des Lastwagen riss – somit mussten alle Fahrzeuge abgeschleppt werden.
Verkehr über Plech ausgeleitet
Die Fahrbahn in Richtung Nürnberg war von 23.20 Uhr bis etwa 4 Uhr komplett gesperrt. Erst nachdem die durch Öl stark verschmutzte Fahrbahn durch eine Spezialfirma gereinigt worden war, konnte die Richtungsfahrbahn wieder freigegeben werden.
Der Stau war mehrere Kilometer lang. Eine Ausleitung des Verkehrs fand nach Unterstützung durch das Technische Hilfswerk Pegnitz und die Autobahnmeisterei Trockau an der Anschlussstelle Plech statt. Es entstand ein Gesamtschaden in Höhe von rund 180.000 Euro.
Rettungsgasse hat nicht funktioniert
Zur Unterstützung waren eine Streife der Polizei Pegnitz und die Feuerwehren aus Schnaittach, Ottenhof/Bernheck und Plech vor Ort. Insgesamt waren neun Fahrzeuge des Abschleppdienstes und ein Sonderfahrzeug zur Reinigung der Fahrbahn vor Ort. „Leider konnten nur einige kleinere dieser Fahrzeuge durch die Rettungsgasse zur Unfallstelle anfahren. Diese hatten massive Probleme, mussten sich durch ständiges Aufblenden und Hupen erkennbar machen und wurden durch einige Fahrer beleidigt“, so die Polizei weiter.
Anfahrende größere Fahrzeuge des Abschleppdienstes konnten nur erschwert anfahren, was zu längeren Wartezeiten führte. Deshalb verweist die Verkehrspolizei erneut darauf, dass die Rettungsgasse freizuhalten ist.
