BURGTHANN - „Rund 60 Prozent der Grundschulkinder in Deutschland gelten als keine sicheren Schwimmer“, heißt es in einer Pressemitteilung der Stiftung Deutschland Schwimmt. Als zentrale Ursache sieht die Initiative des Burgthanners Alexander Gallitz fehlende Wassergewöhnung im frühen Kindesalter. Mit dem Projekt „Planschen, lernen, sicher werden“ startet die Stiftung deshalb eine bundesweite Aktion zur frühkindlichen Wassergewöhnung.
500 Kindergärten werden nach Angaben der Stiftung mit Materialien und konkreten Übungen ausgestattet, um Eltern und Kinder frühzeitig für die Bedeutung der Wassergewöhnung zu sensibilisieren und bereits im Kindergartenalter die Grundlage für einen sicheren Umgang mit Wasser zu schaffen. Wassergewöhnung ist der erste Schritt, die Kinder noch vor dem Schwimmen sich spielerisch an das Element Wasser heranzuführen. Einfache Übungen zu Tauchen, Schweben und Gleiten sollen Sicherheit und Vertrauen in das Wasser fördern und die Voraussetzung für das spätere erfolgreiche Schwimmen lernen legen.
„Das Problem beginnt nicht im Schwimmkurs, sondern viel früher. Wenn Kinder erst im Schwimmkurs mit Wasser in Kontakt kommen, ist es oft schon zu spät. Wassergewöhnung gehört in den Alltag – genauso selbstverständlich wie Lesen oder Radfahren lernen“, meint Stiftungsgründer Gallitz.
Die teilnehmenden Einrichtungen erhalten ein praxisorientiertes Paket zur direkten Umsetzung im Alltag. Dazu gehören unter anderem eine Schwimmpuppe und ausgewählte Wasserspielzeuge, ein Film und die sogenannten Wasserfibeln - Begleithefte mit Protagonist Willi Wassergeist. Ziel ist es, Wassergewöhnung niedrigschwellig in den Alltag zu integrieren – auch ohne Schwimmbad. Die Stiftung Deutschland Schwimmt berät zudem bei der Entwicklung und didaktischen Gestaltung der Inhalte.
