GRÜNSBERG – Die Konzertreihe auf Burg Grünsberg wird fortgesetzt: Am Sonntag, 14. Juni, um 19.30 Uhr ist die Pianistin Ida Pelliccioli aus Paris zu Gast. Ihr Programm ist Johann Sebastian Bach gewidmet – allerdings nicht in der gewohnten Form.
Zu hören sind Klavierbearbeitungen von Werken Bachs. Das bedeutet: Musik, die ursprünglich etwa für Orgel, Violine oder andere Besetzungen geschrieben wurde, erklingt an diesem Abend auf dem Klavier. Solche Bearbeitungen zeigen wie unterschiedlich spätere Komponisten Bach verstanden und für ihr eigenes Instrument neu hörbar gemacht haben.
Von der Orgel auf das Klavier
Eine wichtige Rolle spielt dabei Ferruccio Busoni. Er beschäftigte sich intensiv mit der Frage, wie sich der volle, mächtige Klang der Orgel auf das Klavier übertragen lässt. Ihm ging es nicht darum, Bach zu „verbessern“, sondern dessen Musik einem größeren Publikum zugänglich zu machen.
Auch Franz Liszt setzte sich mit Bach auseinander. Seine Bearbeitungen von Präludien und Fugen bleiben nah an den Originalen und übertragen die Musik auf das Klavier. Von Wilhelm Kempff erklingt unter anderem eine Bach-Transkription, die die lyrische und gesangliche Seite des Komponisten zeigt. Ein besonderer Programmpunkt ist die Chaconne, die Johannes Brahms für die linke Hand allein bearbeitete. Dadurch entsteht eine ganz eigene Spannung.
Ida Pelliccioli wurde in Bergamo geboren und studierte in Nizza sowie an der École Normale de Musique de Paris. Heute konzertiert sie international. Neben dem klassischen Repertoire interessiert sie sich auch für zeitgenössische Musik und für Projekte, die Musik mit anderen Kunstformen verbinden.
Info: Karten gibt es an der Abendkasse, bei der Buchhandlung Lilliput in Altdorf und unter [email protected].
