Marktgemeinderat Neuhaus

Felskuppe an der Bahnlinie in Neuhaus soll ein Netz bekommen

Die Felskuppe an der Bahnlinie in Neuhaus soll im Zuge der Fels- und Hangsicherungen im Pegnitztal übernetzt werden. | Foto: K. Möller2019/06/GdeRt.jpg

NEUHAUS – Mit einem etwas ungewöhnlichen Tagesordnungspunkt eröffnete Bürgermeister Josef Springer die Junisitzung des Neuhauser Marktgemeinderats. Für drei verdiente Feuerwehrkameraden aus Krottensee, die an der staatlichen Ehrung im Rahmen des Floriansfests in Höfen durch Landrat Armin Kroder nicht teilnehmen konnten, wurde der Ehrenakt nachgeholt.

Springer überreichte den Jubilaren die Dankesurkunden und Ehrenzeichen des Freistaates Bayern. Für 25 aktive Dienstjahre wurden Harald Rauh und Jürgen Vetter mit Urkunde und dem silbernen Feuerwehr-Ehrenzeichen ausgezeichnet. Mit dem goldenen Ehrenzeichen für 40 Dienstjahre wurde Markus Dotzler belohnt, der über 20 Jahre erster oder stellvertretender Kommandant war.

Als besonderen Dank der Marktgemeinde überreichte Springer allen Jubilaren einen prall gefüllten „Fresskorb“ und den „Kulturführer oberes Pegnitztal“. Noch ein besonderes Dankeschön von Innenminister Joachim Herrmann gab es für Markus Dotzler: einen Gutschein für einen einwöchigen Aufenthalt mit Ehefrau im Feuerwehrerholungsheim „St. Florian“ in Bayerisch Gmain.

Nicht mit einer Abstimmung, sondern mit einem kleinen Umtrunk und Häppchen endete die Ehrung. Das erste Votum erfolgte einstimmig nach dem Beschlussvorschlag des Bürgermeisters, gegen die geplante Fels- und Hangsicherung des Eisenbahn-Bundesamtes an der Bahnstrecke Nürnberg – Schirnding im Bereich des Friedhofs keine Bedenken anzumelden. Unter anderem soll der Fels mit einem Stahldrahtgeflecht gesichert werden.

Neubau kontra Sparen

Ohne Gegenstimme nahmen die Räte die Stellungnahmen zum Haushalt 2019 der Rechtsaufsichtsbehörde zur Kenntnis. Darin weist das Landratsamt auf die Verschuldung der Gemeinde hin, die um das 2,6-fache über dem Landesdurchschnitt vergleichbarer Kommunen liegt. Außerdem meldet es mit Blick auf den Schulhausneubau leichte Zweifel an, ob die bis 2022 geplante Verbesserung der Situation durch Schuldenabbau und Rücklagenbildung erreicht werden kann.

Positiv sieht das Amt, dass für die Gemeinde außerhalb des Kernhaushalts momentan keine Schulden bestehen. Die Bedenken der Aufsichtsbehörde gegen die Erteilung der Kreditgenehmigung von 1,03 Millionen Euro sieht Springer als unangebracht an, weil es sich hier um keine Neuverschuldung, sondern um eine reine Umschuldungsmaßnahme handle.

Einstimmig wurden Verwaltungsrat Heinz Stark zum Wahlleiter für die Gemeindewahlen 2020 und Verwaltungsangestellte Helga Kammerer als seine Stellvertreterin berufen.

Preise ziehen an

Seit 2017 konnte die Gemeinde aufgrund der Bündelausschreibung für die kommunale Strombeschaffung mit recht günstigen Stromkosten rechnen. Diese Zeiten, so Springer, seien offenbar vorbei. Denn die Bündelausschreibung Strom 2020 – 2022 des Bayerischen Gemeindetages weise praktisch eine Verdopplung der Preise aus. Für Neuhaus bedeute dies bei einem jährlichen Verbrauch von rund 750  000 kWh – der größte Anteil für die Kläranlage – Mehrkosten von etwa 10  000 Euro.

Ob die Gemeinde vom Bayerischen Rundfunk über die Aktion BR-Wanderwoche im Nürnberger Land im September in Kenntnis gesetzt worden sei, wollte Norbert Linnert (SPD) wissen. Am 5. September führe eine Wanderung zur Maximiliansgrotte und zur Steinernen Stadt bei Neuhaus. Von der Aktion habe er noch nicht gehört, erklärte Springer. Aber mit Bernard Kulacz vom Verkehrs- und Verschönerungsverein werde man überlegen, wie sich Neuhaus dabei präsentieren könne.

N-Land Klaus Möller
Klaus Möller