FEUCHT – Ehrenamtliche der Diakonie NAH bieten in Feucht Unterstützung in vielen Lebensbereichen an.
Jeden letzten Mittwoch im Monat von 14.30 bis 17.30 Uhr stehen in der Hauptstraße 40 in der Alten AWO in Feucht die Türen offen: Ohne Termin sind dort Energieberater Alois Ermer sowie Claudia Brunner-Arnds von der Diakonie NAH für Gespräche bereit. Die Marktgemeinde stellt die Räume kostenfrei zur Verfügung.
Das Beratungsangebot richtet sich an Menschen, die beispielsweise unter hohen Stromkosten oder Nachzahlungen für Heizung und Energie leiden – Sorgen, die viele Haushalte zunehmend belasten. Alois Ermer engagiert sich seit elf Jahren ehrenamtlich in der Energieberatung. In seinem früheren Berufsleben trug er technische Verantwortung und arbeitete eng mit dem Landratsamt, insbesondere der Umweltbehörde, zusammen. „Sie sprachen mich nach meinem Renteneintritt an, ob ich nicht dieses Ehrenamt übernehmen möchte.“
Hausbesuche und Messungen
Heute besucht er Ratsuchende im südlichen Landkreis auch zu Hause, führt Messungen durch und spürt versteckte Stromfresser auf. Wie groß der Unterschied sein kann, verdeutlicht er mit Zahlen: „So benötigt ein alter Kühlschrank ca. 800 KW/Jahr, während ein neuer lediglich 160 KW/Jahr verbraucht.“
Oft seien es schon kleine Veränderungen mit Wirkung: „Auch ein Duschsparkopf hilft, Stromkosten beim Warmwasserverbrauch zu senken.“ Darüber hinaus berät Ermer bei Feuchtigkeitsproblemen und Schimmelbildung – Themen, die nicht nur die Wohnung, sondern auch die Gesundheit betreffen.
Wenn finanzielle Unterstützung notwendig wird, etwa für einen neuen Kühlschrank oder bei Heizkostennachzahlungen, hilft Claudia Brunner-Arnds bei Anträgen, beispielsweise im Rahmen des Bürgergelds. Doch ihre Aufgabe geht weit darüber hinaus. „Ich bin eine Hausärztin für soziale Fragen“, beschreibt sie ihre Rolle.
Menschen kommen mit ganz unterschiedlichen Anliegen zu ihr – mit finanziellen Sorgen, familiären Konflikten oder Fragen zu Pflege, Behinderung oder drohender Wohnungslosigkeit. Als erste Anlaufstelle hört sie zu, ordnet und vermittelt weiter: „Ich kläre ab, was ich selbst direkt unterstützen kann oder wann ich intern oder extern an eine andere Stelle weiter vermittle.“
Am letzten Mittwochnachmittag im Monat öffnet auch der Stöberladen gegenüber seine Türen für alle. „Normalerweise haben nur Menschen mit Berechtigungsschein die Möglichkeit, bei uns einzukaufen“, erklärt Pfarrer Roland Thie mit seinem ehrenamtlichen Team. „Aber am letzten Mittwoch dürfen alle kommen und stöbern.“
Offener Mittwoch im Stöberladen
19 Ehrenamtliche engagieren sich hier. Sie nehmen die gespendete Ware entgegen, prüfen, dass nichts beschädigt oder verschmutzt ist, und sortieren die Waren ein. Während der Öffnungszeiten sind stets mindestens zwei Personen im Einsatz. Das Sortiment ist vielfältig: „Bei uns gibt es Kinder-, Herren-, Damenkleidung, Handtücher, Bettwäsche, Gardinen, Spielsachen, Handtaschen, Geschirr und vieles mehr.“ Doch es geht um mehr als günstige Einkäufe. „Er ist nicht nur ein Laden, in dem man gegen eine Spende sehr preiswert einkaufen kann, sondern auch ein Raum der Begegnung“, sagen Birgit Artelt, Martina Schneider, Edeltraud Schellenberg, Kerstin Gloser und Marget Schneider.
Info: Das Team freut sich über weitere Unterstützung, insbesondere am für alle offenen Mittwochnachmittag. Wer hier unterstützen möchte, kann sich unter der Telefonnummer 0151/54021637 oder per E-Mail an [email protected] wenden.
