NÜRNBERGER LAND – Der Landtagsabgeordnete Norbert Dünkel hat das Industriemuseum Lauf besucht, um sich über den Fortgang der Arbeit des Vereins Industriekulturregion Nordbayern e.V. sowie über das Projekt „Digitaler Atlas Industriekultur Nordbayern“ zu informieren.
Der Verein vernetzt Museen, Kommunen, Forschungseinrichtungen und engagierte Akteure, um die industrielle Geschichte Nordbayerns gemeinsam sichtbar zu machen, zu erforschen und zeitgemäß zu vermitteln. Ziel ist es, die vielen industriell geprägten Orte – von den Städten bis in den ländlichen Raum – zu stärken und regional wie überregional bekannter zu machen. „Industriekultur ist ein prägender Teil unserer Heimat“, betonte Dünkel. „Der Verein sorgt dafür, dass dieses Wissen nicht nur bewahrt, sondern modern erzählt und für alle zugänglich gemacht wird.“
Gerade das Nürnberger Land spielt innerhalb der Industriekulturregion eine zentrale Rolle. Das Industriemuseum Lauf ist dabei ein wichtiger Ankerpunkt und steht beispielhaft für den Weg von frühem Handwerk über industrielle Fertigung bis hin zu heutigen mittelständischen Betrieben.
Christiane Müller, Leiterin des Industriemuseums, machte deutlich, dass Nordbayern als Mutterland der Industrie in Bayern eine besondere Verantwortung trage: Das industrielle Erbe habe die Region über Generationen geprägt und müsse bewahrt, aber auch verständlich und lebendig weitergegeben werden.
300.000 Euro Förderung für den Digitalen Atlas
Bereits vor zwei Jahren hatte Norbert Dünkel den Aufbau der Industriekulturregion Nordbayern über ein Sonderförderprogramm im Bayerischen Landtag beantragt und maßgeblich unterstützt. Umso mehr freue es ihn, dass der Freistaat Bayern nun mit 300.000 Euro aus der Heimat-Digital-Regional-Förderrichtlinie den nächsten großen Schritt ermöglicht.
„Der Digitale Atlas macht Industriekultur sichtbar – auch hier im Nürnberger Land“, betonte Dünkel. Historische Bilder, Filme, Karten, Daten und persönliche Erinnerungen würden zeigen, wie stark Industrie die Region bis heute präge. Besonders wichtig sei ihm dabei, dass auch Bürgerinnen und Bürger eingeladen seien, ihre eigenen Geschichten, Fotos und Erinnerungen einzubringen. Bis der Digitale Atlas öffentlich zugänglich ist, werden jedoch noch einige Monate vergehen.
