Coronaverdacht in Kindergarten

Schatten überm Sonnenstrahl

Wie leergefegte Kita: Schließung der Kindertagesstätte Sonnenstrahl wegen Verdachts auf Coronavirus bei einer Mitarbeiterin. | Foto: Klara Rocholl2020/03/Leinburg-Corona-Kita-Spielplatz-scaled.jpg

LEINBURG – Die Kindertagesstätte Sonnenstrahl schließt als Vorsichtsmaßnahme: Eine der Erzieherinnen war in Südtirol und lässt sich zur Sicherheit auf das Virus testen.

Die Kindertagesstätte Sonnenstrahl in Leinburg schließt prophylaktisch bis zum Ende des heutigen Donnerstages, 12. März. Träger dieser Einrichtung ist die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Leinburg. Die Schließung ist eine Vorsichtsmaßnahme, da eine der Mitarbeiterinnen zuvor in Südtirol Urlaub machte, und leichte Erkältungssymptome aufzeigt.

Urlaub in Südtirol

Am Montag nach den Ferien hatte sie bereits beim Gesundheitsministerium angefragt, wurde jedoch beruhigt: Südtirol sei kein Risikogebiet. Als solches wurde es erst letzten Freitag, also fast eine Woche später ausgerufen. Daraufhin hat die Erzieherin diesen Montag erneut nachgefragt, und sich am selben Tag auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen.

Das Ergebnis vom Gesundheitsamt wird, laut der Pfarrerin Christiane Schlenk, heute erwartet. Christine Hupfer, einer Mitarbeiterin der Verwaltung der Kindertagesstätte, teilte mit, dass man darauf hofft mit dem entsprechenden Testergebnis die Tagesstätte noch Ende dieser Woche wieder öffnen zu können.

„Was die Konsequenzen eines positiven Tests wären, wissen wir selber noch nicht. Wir müssen uns dann danach richten, was das Gesundheitsamt sagt“, erklärt sie. Die Eltern reagieren gelassen bis dankbar für die Schließung. „Von der Seite gab es absolut keinen Unmut!“, so Hupfer. Die benachbarte Krippe ist immer noch geöffnet.

Kinder können Träger sein

Eine Studie, die auf der Seite medrxiv.com veröffentlich wurde, zeigt, dass Kinder selbst den Virus zwar genauso wie Erwachsene bekommen können. Allerdings leiden sie weniger unter dem Erreger. Bisweilen zeigen sie noch nicht einmal Symptome. Dennoch ist die Vorsichtsmaßnahme begründet, um die Übertragung auf zum Beispiel Großeltern zu verhindern.

Derzeit stehen im Nürnberger Land rund 75 Menschen unter Quarantäne. Bayernweit gibt es laut Robert Koch Institut 314 Fälle von Infizierten.

Von Klara Rocholl

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