Zu Gast beim FSV Erlangen-Bruck

SC Feucht: Schlickers Versprechen

Eigentlich war Florian Schlicker (rechts) bei den gegnerischen Angreifern gefürchtet. Ausgerechnet gegen Erlangen-Bruck durfte er seine Torjägerqualitäten beweisen. Vom Punkt aus traf der heutige Trainer des 1. SC Feucht in der Saison 2011/12 für den SV Seligenporten gegen den damaligen Bayernligisten zum zwischenzeitlichen 2:0. | Foto: Zink2019/10/20100918_seligenp_schalding_0035.jpg

FEUCHT – Der etwas zu lässige Arbeitssieg des SC Feucht gegen Baiersdorf ist aufgearbeitet. 
Gegen den FSV Erlangen-Bruck am Samstag ist sich Coach Florian Schlicker sicher, „dass wir eine gallige Mannschaft auf den Platz schicken werden“.

Nein, erinnern kann sich Schlicker nicht mehr an den 26. Juli 2011. Dabei war es der heutige Trainer des 1. SC Feucht selbst, der damals mit dem SV Seligenporten beim Gastspiel in Erlangen-Bruck den Treffer zum vorentscheidenden 2:0 erzielte. Ein Foulspiel an Mannschaftskollege Christian Knorr verlegte der Schiedsrichter an jenem Dienstagabend fälschlicherweise in den Sechzehner, den fälligen Strafstoß versenkte Schlicker gewohnt souverän. Am Ende stand ein 3:0-Auswärtserfolg, ein Ergebnis, mit dem der heutige Feuchter Coach sicherlich auch Samstag (15 Uhr) sehr gut leben könnte. Dann nämlich gastiert der 38-Jährige mit seinem unangefochtenen Spitzenreiter der Landesliga Nordost erneut an der Tennenloher Straße.

Schlicker warnt vor Bruck

Auf derartige Geschenke wie einst vor acht Jahren würde Schlicker dennoch gerne verzichten. „Natürlich fahren wir nach Erlangen, um dort auf Sieg zu spielen. Wir sind uns der Favoritenrolle bewusst und wollen selbstverständlich drei Punkte holen“, gibt der Zeidler-Coach die Marschroute vor.

Blenden lassen will sich der Feuchter Coach dabei nicht von den schlechten Ergebnissen, die die Erlanger zuletzt erzielten. Zwei Niederlagen setzte es gegen die Aufsteiger SV Schwaig (0:1) und FSV Stadeln (0:1), Pleite Nummer drei in Folge holten sich die Erlanger zuhause gegen die SpVgg Jahn Forchheim ab (1:2). „Da waren aber auch sehr unglückliche Niederlagen dabei“, relativiert Schlicker.

Er hat viel recherchiert, sich intensiv mit dem kommenden Gegner befasst und warnt deshalb vor der „ordentlichen Truppe“, die der Bayernliga-Absteiger auch in der aktuellen Spielzeit stellt.

17 Zähler Rückstand auf SC Feucht

Richtig rund läuft es für die Mannschaft von Trainer Norman Wagner bislang jedoch nicht, mit 21 Punkten aus 14 Partien beträgt der Rückstand auf den Ligaprimus 1. SC Feucht bereits 17 Zähler. Insbesondere zuhause hakt es bei den Erlangern: Von sieben Heimspielen gewann der FSV überhaupt erst zwei Partien, dazu setzte es drei Niederlagen sowie zwei Unentschieden.

Grund zu Feuchter Überheblichkeit liefert diese Statistik nicht – daran ändert auch die beeindruckende Bilanz mit zwölf Siegen und zwei Remis nichts. Deutlich wurde das nach dem jüngsten 3:0-Sieg vergangene Woche gegen das Schlusslicht aus Baiersdorf. Zu „fahrig und schlampig und ohne die nötige Einstellung“ hatte ein sichtlich angefressener Florian Schlicker seine Mannschaft gegen den Tabellenletzten erlebt. Die Miene des Feuchter Trainers passte sich dabei dem nasskalten und tristen Wetter am Waldstadion an.


Mittlerweile ist der Arbeitssieg aber abgehakt, wie Schlicker betont. „Wir haben die Partie gegen Baiersdorf unter der Woche angesprochen und aufgearbeitet. Wir wissen, dass wir wieder eine Schippe drauf packen müssen, wenn wir weiter erfolgreich sein und in Erlangen-Bruck gewinnen wollen“, sagt Feuchts Trainer, um direkt einen Gruß in Richtung Norden zu schicken: „Ich bin mir sicher, dass wir eine gallige Mannschaft auf dem Platz sehen werden.“

Eine Kampfansage an den letztjährigen Bayernligisten, die deutlich macht, dass man wenig Lust hat auf solche Gastgeschenke wie im Sommer 2011.

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