Frühschoppen-Spiel

SC Feucht: Raus aus der Komfortzone!

Niederlage mit Folgen: Rechtsverteidiger Julian Schäf (links) und Mittelfeldspieler Maximilian Höhenberger verletzten sich bei der 1:2-Pleite in Erlangen-Bruck. Ein Einsatz gegen die SpVgg Jahn Forchheim ist für beide unwahrscheinlich. | Foto: Rainer Schnelle2019/10/schaef_hoehenberger.jpg

FEUCHT – Im Frühschoppen-Spiel trifft der 1. SC Feucht auf die SpVgg Jahn Forchheim. Trainer Florian Schlicker fordert ein Ende der Bequemlichkeit
 und nimmt seine Führungsspieler in die Pflicht. Mit Maximilian Höhenberger und Julian Schäf drohen zwei defensive Stammspieler auszufallen. 

Den Nimbus der einzig verbliebenen Mannschaft der Landesliga Nord-Ost, die noch immer ungeschlagen ist, hat der SC Feucht vergangene Woche verloren. Das 1:2 beim FSV Erlangen-Bruck bedeutete die erste Niederlage im 15. Spiel – und gleichzeitig das Ende der beeindruckenden Serie (zwölf Siege), die die Mannschaft von Trainer Florian Schlicker seit Saisonbeginn Mitte Juli hingelegt hatte.

Manchmal ist so eine Niederlage ja gar nicht so verkehrt, um die Sinne zu schärfen“, sagte Schlicker bereits einen Tag nach der Niederlage gegen den Ex-Bayernligisten. Dass die Partie trotz der frühen Führung durch Stephan König (6.) noch verloren ging, fuchste den 38-Jährigen dennoch. Denn nicht die spielerische Stärke der Hausherren war vergangenen Samstag ausschlaggebend, einzig und allein die Einstellung entschied die Partie zu Gunsten des FSV.

Schlicker moniert Bequemlichkeit

Haben die Zeidler also ein Mentalitätsproblem? „Nein“, versichert Feuchts Trainer und sucht nach Erklärungsversuchen: „Es kann schon sein, dass sich nach dem tollen Start bei dem ein oder anderen eine gewisse Bequemlichkeit eingeschlichen hat. Aber das ist ja auch nur menschlich. Die Leistungen im Training waren immer ok, daher ist es schon etwas seltsam, dass wir zuletzt etwas nachgelassen haben.

Der negativen Entwicklung, die sich in den letzten beiden Partien bemerkbar machte, versuchte Schlicker unter der Woche entgegenzuwirken. „Wir haben neue Reize gesetzt und dadurch auch einen Hallowach-Effekt erzielt. Mit der Trainingswoche bin ich sehr zufrieden“, so der Coach. Ohne einzelne Namen zu nennen, wünscht sich der frühere Abwehrspieler dennoch mehr Verantwortung seiner Führungsspieler auf dem Rasen. „Vorangehen“ sollen sie, vor allem dann, wenn seine Mannschaft nach einer Führung in den Verwaltungsmodus verfällt, so wie jüngst in Erlangen-Bruck geschehen.

Wie tief die Spuren sind, die die erste Saisonniederlage tatsächlich hinterlassen hat, wird sich Sonntagvormittag (11 Uhr) zeigen. Im Frühschoppen-Spiel ist mit der SpVgg Jahn Forchheim das Team der Stunde zu Gast im Waldstadion. Der Bayernliga-Absteiger hat seine Startschwierigkeiten überwunden und kam zuletzt immer besser in Tritt. Den zwei Siegen über den FSV-Erlangen-Bruck (2:1) und den SV Schwaig (3:0) folgte vergangene Woche ein Achtungserfolg beim Tabellenzweiten FSV Stadeln (1:1).


Feuchter Verletzungssoorgen

Der Forchheimer Aufwärtstrend blieb auch Florian Schlicker nicht verborgen. „Das wird eine ähnlich schwere Partie wie gegen Erlangen-Bruck. Forchheim hat sich trotz personeller Probleme stabilisiert. Es ist eine junge, sehr spiel- und laufstarke Truppe“, beschreibt der Feuchter Trainer den kommenden Gegner. Bammel, sein Team könnte durch die erste Pleite verunsichert sein, hat er nicht. „Wenn wir die nötige läuferische und kämpferische Bereitschaft auf den Platz bringen, bin ich mir sicher, dass es wieder läuft und wir eine neue Serie starten werden.“

Personell wird Schlicker seine Elf umbauen müssen: Mit Maximilian Höhenberger (Knie) und Julian Schäf (Wade) drohen zwei wichtige Defensiv-Spieler auszufallen. Beide verletzten sich in Erlangen-Bruck.

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