Bundesfinale der Schulen im Beachvolleyball

Berlin, Berlin, die Altdorfer fahren nach Berlin

Betreuerin Bettina Bibelriether, Yannick Bibelriether, Lennart Minkwitz, Anna Lochschmidt, Moritz Ratka, Nora Brieger, Marius Kürschner, Laura Volkmann, Nadja Nawrat, Betreuer André Helmcke. | Foto: privat2018/07/Leibniz_LaFin-Beach-VB_MS.jpg

ALTDORF – Nach einem überzeugenden Auftritt auf Bezirksebene trat die gemischte Beachvolleyball-Mannschaft des Leibniz-Gymnasiums − in jeder Begegnung spielen jeweils ein Jungen-, ein Mädchen- und ein gemischtes Doppel gegeneinander − nun im Bayerischen Landesfinale der Schulen in München an. Einen Platz im vorderen Feld der acht Bezirkssieger hatte man dabei insgeheim schon im Visier, das Siegertreppchen schien angesichts der Übermacht der südbayerischen Schulen jedoch in weiter Ferne.

In dem im Doppel-K.o.-Modus ausgetragenen Turnier schien denn auch schon zu Beginn das Losglück den Altdorfern wenig hold zu sein, denn mit dem oberbayerischen Vertreter, dem Gabriel-von-Seidl-Gymnasium Bad Tölz, hatten sie gleich in der ersten Begegnung einen der am stärksten einzuschätzenden Gegner vor sich. Die Leibnizianer ließen sich jedoch nicht beeindrucken und legten einen fulminanten Start hin.

In der Stammbesetzung Nora Brieger/Anna Lochschmidt bei den Mädchen, Yannick Bibelriether/Lennart Minkwitz bei den Jungen und Nadja Nawrat/Marius Kürschner im Mixed ging es konzentriert zur Sache. Sowohl die Jungen als auch das Mixed-Team konnten nach solidem Spiel ihre Kontrahenten niederhalten, wohingegen Brieger/Lochschmidt, die an diesem Tag eine sehr wechselvolle Leistung zeigten, sich geschlagen geben mussten. Immerhin war mit dem 2:1-Sieg der Einzug in die nächste Runde geschafft.

Weg über die Verliererrunde

Den Elan aus dem so nicht erwarteten Erstrundensieg wollten die Leibniz-Schüler gleich in das Nachbarschafts-Duell gegen das Gregor-Mendel-Gymnasium Amberg mitnehmen, doch während Nawrat/Kürschner das Mixed sicher nach Altdorf holten, mussten sich die Mädchen erneut geschlagen geben, und auch Bibelriether/Minkwitz sowie Moritz Ratka, der zeitweilig mit ins Team rückte, kassierten gegen ein stark aufspielendes Amberger Jungen-Doppel eine 0:2-Niederlage.

Somit mussten die Altdorfer den Weg über die Verliererrunde an das gesteckte Ziel unter die letzten Vier − suchen, ein nervenaufreibendes Unterfangen, bedeutete doch eine weitere Niederlage das endgültige Aus. Gegen ein ebenfalls unterlegenes Team aus Schwabmünchen gelang zunächst ein ungefährdeter 3:0-Sieg und damit der Einzug ins Halbfinale, bevor es gegen das nicht zu unterschätzende Maximilians-Gymnasium aus der Landeshauptstadt ging.

Taktik-Trick verwirrt Gegner

„Alles richtig gemacht“, konstatierten Bettina Bibelriether und André Helmcke nach der Begegnung, denn mit einem taktischen Schachzug überraschten die Leibniz-Betreuer nicht nur die eigenen Schüler sondern auch den Gegner, der in Erwartung der Altdorfer Stammformation seine stärksten Spieler in Mixed und Mädchen-Doppel aufgestellt hatte.

Auf Altdorfer Seite wurde jedoch der Defensivspezialistin Nora Brieger die angriffsstarke Nadja Nawrat zur Seite gestellt, das Mixed bestritten Laura Volkmann sowie im Wechsel Moritz Ratka und Lennart Minkwitz, und im Jungen-Doppel lief der etatmäßige Mixed-Spezialist Marius Kürschner neben Yannick Bibelriether auf. Während sich das Altdorfer Mixed-Team trotz heftiger Gegenwehr den Münchnern geschlagen geben musste, setzten sich Jungen- und Mädchen-Doppel souverän durch, wobei Brieger/Nawrat ihre Gegnerinnen im ersten Satz mit 15:4 regelrecht deklassierten, bevor sie es im zweiten Durchgang etwas gemächlicher angehen ließen.

Schaukampf für die Galerie

„Man trifft sich immer zweimal“, besagt ein Sprichwort, und so ging es im Finalspiel erneut gegen die Oberpfälzer, die von der Umstellung der Altdorfer Mannschaft nichts mitbekommen hatten. Die Leibnizianer traten in der gleichen Aufstellung wie gegen München nun gegen Amberg an. Brieger/Nawrat hatten ihre Gegnerinnen bis auf eine kurze Schwächeperiode Anfang des zweiten Satzes jederzeit im Griff und landeten einen überzeugenden Sieg.

Auch die beiden anderen Altdorfer Paarungen hatten ihren ersten Satz gewonnen, allerdings wesentlich knapper, sodass es in den zweiten Sätzen richtig spannend wurde. Während die Jungen im zweiten Durchgang den Kürzeren zogen, kamen Volkmann/Ratka immer besser ins Spiel und fuhren mit einem knappen Sieg den zum Gesamterfolg notwendigen Punkt ein. Das noch andauernde Jungendoppel geriet somit zu einem freundschaftlichen „Schaukampf für die Galerie“ auf sehr hohem Niveau, den die Leibnizianer ebenfalls für sich entschieden.

Nachdem die fairen Amberger zum Sieg gratuliert hatten, skandierten die Altdorfer Schüler und Betreuer im gemeinschaftlichen Rundtanz „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!“, wo sie vom 23. bis 27. September nach einer mannschaftlich geschlossenen Leistung das Land Bayern im Bundesfinale der Schulen vertreten.

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