Verliebt in Hersbruck

Strahlende Gesichter bei der Präsentation des neuen Hersbruck-Buchs: Norbert Dünkel, Klaus Rostek, Robert Ilg, Gunda Geng, Swen Heckel, Albert Geng und Dr. Thomas Beyer (v. links). Foto: K. Porta2011/07/5_2_1_2_20110706_GENG.jpg

HERSBRUCK (kp) — Sechs lange Jahre hat er daran gearbeitet, jetzt ist die „Liebeserklärung“ an seine Heimatstadt fertig: Bei der Präsentation seines neuesten Buchs „Hersbruck – 1000 Begriffe von Aschbe bis Zolltafel“ erhielt Albert Geng viel, viel Lob für ein außergewöhnliches Nachschlagewerk.

Auf knapp 500 Seiten und mit 50 Abbildungen stellt der frühere Stadtarchivar und Autor zahlreicher (vor allem Wander-)Bücher in seinem neuesten Werk die Stadt Hersbruck – passend zum schnelllebigen Internet-Zeitalter – in kleinen Appetithappen vor. Mal historisch ernsthaft, mal mit einem zwinkernden Auge. Immer in knappen Worten und stets sachkundig.

Das hinterlässt schon beim ersten Querlesen großen Eindruck. „Ein tolles, informatives wie auch unterhaltsames Buch“, lobte Bürgermeister Robert Ilg bei der offiziellen Präsentation des Schmökers in der Kundenhalle der Raiffeisenbank. Ihm selbst diene das Werk ab sofort als „wertvoller Ratgeber“, vielen Stammtischen vermutlich als Streitschlichter, sollte sich die Runde einmal über den einen oder anderen Begriff oder eine historische Begebenheit uneins sein.

Auch Norbert Dünkel war voll des Lobes für den „Wanderpapst“ und Träger der Hersbrucker Bürgermedaille: „Das herausragende Werk für diese Stadt“ besteche nicht nur mit seiner inhaltlichen Qualität, auch in puncto Gestaltung sei das beim Verlag Pfeiffer und Krämmer (PuK Print) in Hersbruck gedruckte Buch „etwas ganz Besonderes“, sagte der stellvertretende Bezirkstagspräsident. Geng halte darin Geschichtliches ebenso fest wie Aktuelles, Begriffliches ebenso wie Lustiges.

In Anlehnung an eine bekannte Internetsuchmaschine sagte Dr. Thomas Beyer voraus, dass Hersbrucker wohl bald nur noch vom „Gengeln“ reden, wenn sie etwas über ihre Stadt wissen wollen. Der Landtagsabgeordnete aus Henfenfeld pries das Buch als ein „hervorragendes Geschenk für Hersbruck und für uns alle“. Damit nicht genug: Wenn Albert Geng nach sechs arbeitsreichen Jahren am Erscheinungstag seines umfassenden Nachschlagewerks schon vom nächsten Projekt – einem Wanderbuch (nicht) nur für Kinder – spreche, zeige das, wie sehr er seiner Heimatstadt verbunden ist, er ihr gar eine „Liebeserklärung“ mache.

„Das Buch trägt hoffentlich dazu bei, ein paar Geheimnisse unserer Heimat zu lüften“, sagte Swen Heckel, Prokurist der Raiffeisenbank, die den Autor nicht nur finanziell unterstützte, sondern auch ihre Räumlichkeiten für die Präsentation zur Verfügung stellte. Gengs Werk sei in diesem Sinne nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern zugleich auch ein Lehrbuch.

Der Autor selbst blieb ob des vielen Lobs gewohnt bescheiden. „Ich werde nicht aufhören unsere Heimatgeschichte für die Nachwelt zu bewahren – das habe ich vor zwölf Jahren versprochen und das gilt auch heute noch“, sagte der 73-Jährige. Sein Dank galt zunächst der Stadtverwaltung, allen Firmen, Ämtern, Organisationen, Vereinen und Privatpersonen, die ihm Einblick in Unterlagen gewährt hatten und es ihm so überhaupt erst ermöglicht hätten, das Buch zu schreiben. Wichtige Hilfe kam auch von der Raiffeisenbank („finanziell wie auch moralisch“), seinen Korrektoren, Enkel Felix (Umschlaggestaltung, Zusammenfassung und Stichwortverzeichnis) sowie vor allem seiner Frau Gunda und seiner Familie.

Albert Geng, Hersbruck – 1000 Begriffe von Aschbe bis Zolltafel, 486 Seiten, 50 Abbildungen, 23,90 Euro, im Buchhandel, HZ-Ticketshop, Raiffeisenbank und beim Autor.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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