Markt Eckental

Zum Valentinstag warten Fairtrade-Rosen auf Rathausbesucher

Ein Großteil der fair gehandelten Rosen kommt aus Afrika. | Foto: Viacheslav Lakobchuk7Stock.adobe.com2022/02/Rosen_ViacheslavLakobchukAdobeStock_248612584-scaled.jpeg

ECKENTAL – Unter dem Motto „Flower-Power – Sag es mit fairen Blumen“ verschenkt der Markt Eckental am 14. Februar zwischen 10 und 11 Uhr fair gehandelte Rosen an alle Besucher des Rathauses. Es ist die erste Kampagne, die die Fairtrade-Steuerungsgruppe des Marktes auf dem Weg zur Anerkennung als Fairtrade-Town durchführt.

Die Rosen stammen von einem Eckentaler Blumenhändler. Überreicht werden sie von Bürgermeisterin Ilse Dölle und den Mitgliedern der Steuerungsgruppe. Laut der Eckentaler Blumengeschäfte ist es nicht immer einfach, fair gehandelte Blumen über den Großhändler überhaupt zu bekommen, jedoch werde das Angebot stetig erweitert. Nach Angaben des Marktes sind mittlerweile 33 Prozent aller in Deutschland verkauften Rosen fair gehandelt.

„Fairtrade hat mich, meinen Arbeitgeber und meine ganze Gemeinde stärker gemacht“, beschreibt Grace Mwangi aus Kenia die Wirkung des fairen Handels mit Rosen auf sich selbst und ihren Arbeitgeber, die Blumenfarm „Shalimar Flowers“ im Süden Kenias.

Blumen aus Ostafrika

98 Prozent aller fair gehandelten Blumen kommen aus Ostafrika, schreibt der Markt Eckental in einer Pressemitteilung. Weit über 69 000 Menschen, davon über 45 Prozent Frauen, arbeiten im Anbau. In den beteiligten Plantagen in Äthiopien, Kenia, Tansania und Uganda hätten sich die Bedingungen durch die Fairtraderegeln seit Beginn 2005 bereits wesentlich verbessert.

Die Standards beträfen den Umweltschutz, einen sparsameren Umgang mit Wasser und vor allem mit Pestiziden, feste Arbeitsverträge, Schutz vor sexuellen Übergriffen, Mutterschutz, Arbeitsschutzmaßnahmen und Schutzkleidung.

Deutliche Lohnsteigerungen

Durch die Einführung von Grundlöhnen auf den Plantagen und schrittweisen Anpassungen hätten sich die Löhne in Tansania seit 2017 um 30 Prozent gesteigert, in Äthiopien um 70 Prozent und in Uganda sogar um 120 Prozent. Zusätzlich erhalten die Kooperativen eine Fairtrade-Prämie, die sie nach eigener Entscheidung einsetzen können. Diese Prämie betrug allein im Jahr 2020 7,25 Millionen Euro.

Wer im Winter zu fair gehandelten Blumen greift, verbessert außerdem die CO2-Bilanz, denn Schnittblumen aus beheizten Gewächshäusern in Europa verbrauchen noch deutlich mehr Energie.

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