Bildungsempfang

Wie ist die Lage an den Schulen im Landkreis?

Als Mitglied im Bildungsausschuss ist Norbert Dünkel das direkte Feedback aus der Praxis sehr wichtig. Deshalb lud er Schulvertreter zum Bildungsempfang. | Foto: Büro Dünkel2022/11/Duenkel_Bildungsempfang2_2022.png

NÜRNBERGER LAND – „Wie ist die Lage an den Schulen im Nürnberger Land?“ Zu diesem Thema lud der Landtagsabgeordnete und Mitglied im Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags Norbert Dünkel zum Bildungsempfang. Mit dabei auch Ministerialdirigent Walter Gremm.

Der Landtagsabgeordnete Norbert Dünkel, Mitglied im Bildungsausschuss des Bayerischen Landtags, lud die Schulleitungen aller Schularten im Landkreis zum Austausch von Entwicklungen und Erfahrungen in das Landratsamtes ein. Mit Ministerialdirigent Walter Gremm war auch der Leiter der größten Fachabteilung für Grund-, Mittel- und Förderschulen im Kultusministerium dabei.

MdL Norbert Dünkel (l.) lud zum Bildungsempfang. Hier mit Schulamtsleiter Jochen Schnabel, Schulrätin Sabin Herde, Ministerialrat Walter Gremm und Landrat Armin Kroder (v.r.n.l.). / Foto: Büro Dünkel | Foto: Büro Dünkel2022/11/Duenkel_Bildungsempfang1_2022-scaled.jpg

In seinem Eingangsstatement dankte Dünkel für den großen Einsatz aller Schulen in der Corona-Pandemie und bei der Aufnahme von Kindern aus Flüchtlingsländern. Der Abgeordnete sieht neben der Unterrichtsversorgung mit Lehrkräften und zusätzlichen Stellen für die Schulverwaltungen auch für steigende soziale Herausforderungen an den Schulen einen großen Handlungsbedarf.

Viel erreicht, aber …

Bayern habe in der Bildungspolitik zwar viel erreicht und stehe mit Sachsen an der Spitze aller Bundesländer – jeder dritte Euro fließe in die Bildung. Auch die Anzahl der Lehrerstellen sei in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht worden. Dennoch gebe es große Herausforderungen.

Auf diese ging Walter Gremm näher ein. Die Corona-Pandemie sei durch die Schulfamilie unter großem persönlichem Einsatz von Lehrkräften, Eltern und Schülern gut gemeistert worden. Dennoch werde man gerade in unteren Jahrgangsstufen noch einige Zeit brauchen, um das Lerndefizit als Folge des Distanzunterrichts auszugleichen. Hier sei es wichtig, dass im Winter die Schulen geöffnet blieben. Auch sei der Lehrermangel in einigen Schularten eine große Herausforderung.

Integration von Geflüchteten

Zusätzliche Aufgaben wie die Integration von ukrainischen Flüchtlingen und die Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie würden viel Personal binden. Bayernweit würden 35 000 Kinder aus der Ukraine beschult. Zwar habe man ausreichend Planstellen, allerdings nicht genügend Bewerber, um die zu besetzen.

Das Kultusministerium versuche entgegenzusteuern, indem es mit verschiedenen Programmen für Lehramtsstudenten der Realschulen und Gymnasien den Wechsel zur Grund- und Mittelschule attraktiver gestalte.

In der anschließenden Diskussionsrunde ging es unter anderem um die Frage, wie die Schulen bei der Betreuung von verhaltensauffälligen Kindern unterstützt werden könnten. Auch die Digitalisierung war Thema. Hier wurde deutlich, dass die EDV-Betreuung und Administration der Geräte für die Schulen eine große Herausforderung darstelle und Kräfte binde.

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