EU-Parlament fordert Richtlinien

Wie gefährlich ist Kinderspielzeug?

Vor allem Babys nehmen gerne mal Spielzeug in den Mund. Umso wichtiger ist, dass die Gegenstände keine giftigen Stoffe enthalten. | Foto: Oksana Kuzmina/ stock.adobe.com2022/02/AdobeStock_172988744-scaled.jpeg

NÜRNBERGER LAND/STRASSBURG – Das EU-Parlament hat seine Position zur Überarbeitung der Spielzeug-Richtlinie beschlossen. Denn vor allem Spielzeuge aus Drittstaaten sind immer noch mit gesundheitlich bedenklichen Chemikalien belastet.

Sicher und gesundheitlich unbedenklich – das sind die Kriterien, die Kinderspielzeug noch vor dem Spaß oder der kreativen Beschäftigung erfüllen muss. In der Metropolregion Nürnberg gibt es zahlreiche namhafte Spielwarenhersteller. Sie unterliegen mit ihren Produkten strengsten europäischen Qualitätsstandards.

Das fordert das Europäische Parlament auch für Spielsachen, die aus Drittstaaten in die EU eingeführt werden. Um dies zu erreichen, hat das EU-Parlament seine Position zur Überarbeitung der Spielzeug-Richtlinie beschlossen.

„Krebserregende Chemikalien“

Wie das Pressebüro von Marlene Mortler, der CSU-Europaabgeordneten für Mittelfranken aus Lauf, mitteilt, enthielten viele Spielsachen, die aus Drittstaaten in die EU importiert werden, giftige oder schädliche Chemikalien. Sie könnten krebserregend sein und sogar Genmutationen hervorrufen. Größtenteils würden sie über Online-Marktplätze in die Kinderzimmer gelangen.

„Solche Spielzeuge haben in Kinderhänden nichts zu suchen“, erklärt Marlene Mortler und ergänzt: „Wir müssen auch faire Wettbewerbsbedingungen für unsere heimischen Unternehmen schaffen.“

Das EU-Parlament fordert daher eine effizientere Rechtsdurchsetzung, gut ausgestattete Marktüberwachungsbehörden und eine enge Zusammenarbeit mit den Zollbehörden. Aber auch die Online-Marktplätze sollen künftig mehr dazu beitragen, die „schwarzen Schafe aus dem Verkehr zu ziehen, so dass die Einfuhr von unsicherem Spielzeug wirksamer unterbunden werden kann.“

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