„Hätte so ein Ausmaß nicht erwartet“

Wie die Laufer auf den Krieg in der Ukraine reagieren

Von oben links nach unten rechts: Leonid Barbel, Maria Rupp, Rosa Kühlwein, Annemarie Arschhauer, Manfred Mintzel und Johanna Haumberger. | Foto: Singer2022/02/UmfrageUkraineSinger.jpeg

LAUF – Russland greift die Ukraine an – diese Nachricht hat heute morgen für Entsetzen gesorgt. So auch auf dem Laufer Marktplatz, wo wir ein paar Reaktionen eingefangen haben.

Leonid Barbel, 76 Jahre:
Ich habe die Nachricht heute morgen durchs Fernsehen erfahren. Und ehrlich, ich habe ich es erwartet. Die letzten Tage habe ich mir schon gedacht, das so etwas passieren könnte. Ich befürchte nun wirtschaftliche Folgen für Deutschland. Es ist anzunehmen, dass das Gas und beispielsweise auch der Weizen teurer werden. Außerdem habe ich Angst, dass Atomwaffen benutzt werden. Das würde gravierende Folgen für Europa haben. 

Maria Rupp, 67 Jahre: 
Die Nachricht macht mich sehr traurig. Ich habe Bekannte in Russland und mache mir Sorgen, dass ihnen etwas zustößt. Generell könnte der Krieg Auswirkungen auf die privaten Beziehungen der Menschen haben. Leute werden von Freunden getrennt und hören nichts mehr von ihnen. Außerdem hat Deutschland jetzt sicherlich mit Preiserhöhungen in vielen Bereichen zu rechnen. Es ist frustrierend, dass man an Putin nicht rankommt.

Rosa Kühlwein, 27 Jahre: 
Als ich heute die Frankfurter Allgemeine mit den Neuigkeiten gelesen habe, war ich schockiert. Ich habe sofort an die Menschen vor Ort gedacht und verspüre großes Mitleid. Ich erhoffe mir in so einer Situation eine aufschlussreiche Reaktion der deutschen Regierung. Grundsätzlich wünsche ich mir, dass Deutschland nur in Form von Hilfe eingreift. Angst vor einem Krieg in Deutschland habe ich jedoch nicht. Ich vertraue in diesem Fall der Politik.

Annemarie Arschhauer, 80 Jahre: 
Die Nachricht kam Donnerstagvormittag für mich nicht überraschend. Ich bin ein Kriegskind und weiß, wie das Leben in so einer Situation ist, Demnach ist mein Mitleid mit den Menschen in der Ukraine groß. Wenn ich an Deutschland denke, bleibe ich aber optimistisch. Wir können das schaffen. Klar, wird es wirtschaftliche Folgen, wie erhöhte Preise an den Tankstellen geben, einen Krieg in Deutschland jedoch bestimmt nicht. 

Manfred Mintzel, 74 Jahre: 
Kriege haben wir auf der Welt doch wirklich genug. Ich kann mir nicht erklären, wieso man den Konflikt auf diese Weise lösen muss. Die Nachrichten haben in mir Ärger und Hass ausgelöst. Ich habe es mir zwar schon gedacht, trotzdem finde ich es schockierend. Meiner Meinung nach ist Putin ein Kriegstreiber, seine Taten sind nicht nachvollziehbar. Ich verstehe den russischen Präsidenten einfach nicht, außer dass er damit in die Geschichte eingehen will.

Johanna Haumberger, 17 Jahre: 
Als ich heute Instagram geöffnet habe, konnte ich es überall lesen. Ich hätte so ein Ausmaß nicht erwartet. Wir leben doch nicht mehr in den Zeiten, in denen man Konflikte mit Gewalt lösen muss. Ich habe für das alles keine Worte. Ich finde es schade für die Menschen dort. Ich bleibe aber noch entspannt und beobachte die Entwicklung. Wenn sich niemand unnötig einmischt, können wir fatale Folgen vermeiden.

Fotos: Singer

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