Gespräch

Weniger Bank-Filialen, mehr Online-Banking: Was das für Senioren bedeutet

Statt ihre Rechnung online per Online-Banking zu bezahlen wünschen sich viele Senioren den persönlichen Kontakt zu ihrer Filiale. | Foto: yavdat/stock.adobe.com2023/01/AdobeStock_394322098-scaled.jpeg

NÜRNBERGER LAND – Vertreter der älteren Generation im Landkreis setzten sich mit Raiffeisenbank und Sparkasse zusammen. Bei dem Gespräch ging es um Wünsche, Probleme und Lösungen.

Im Landkreis Nürnberger Land setzen sich der Kreisseniorenbeirat und die kommunalen Seniorenbeauftragten gemeinsam für die Belange der älteren Landkreisbevölkerung ein. Um sich zu aktuellen Seniorenthemen auszutauschen, finden regelmäßige Treffen statt. Diesmal stand in diesem Rahmen das Thema „Bankenservice“ im Mittelpunkt der Diskussion.

Zum Treffen hatte der Kreisseniorenbeirat Vertreter der Sparkasse Nürnberg und der Raiffeisenbank Nürnberger Land zu Gast. Die Sparkasse Nürnberg wurde durch Otfried Bürger, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit, Jonathan Daniel, Mitglied des Vorstandes und Sylvia Nölp, stellvertretende Bereichsleiterin Beratungscenter, vertreten. Von der Raiffeisenbank Nürnberger Land nahmen Oliver Vogel, Leiter Vertrieb, und Markus Weishäupl, Leiter Vertriebsmanagement und Marketing, teil. Weitere Gäste waren Landrat Armin Kroder sowie Vertreter von Hersbruck Inklusiv.

Vertreter der Raiffeisenbank und der Sparkasse sowie Landrat Armin Kroder tauschten sich mit dem Seniorenbeirat aus. / Foto: R. List/ LRA | Foto: R. List/ LRA2023/01/ba948a63151f370126d0b0e9e01f81702a06df84_max1024x.jpeg

Persönlicher Kontakt wichtig

Der älteren Kundschaft ist der persönliche Kontakt zu den Beratern „ihrer“ Bank besonders wichtig. Auf das besondere Vertrauensverhältnis verzichten sie ungern, schreibt das Landratsamt über das Treffen. Aufgrund wirtschaftlicher Zwänge sehen sich die Banken jedoch gezwungen, weniger frequentierte Filialen zu schließen. Als Folge davon verliert die Kundschaft ihre Ansprechpartner vor Ort.

Die Raiffeisenbank Nürnberger Land und die Sparkasse Nürnberg präsentierten den Seniorenvertretungen alternative Angebote und Möglichkeiten, mit der veränderten Situation umzugehen. Zum Beispiel bieten beide Institute Schulungen für Ältere zum Thema Online-Banking an. Die Sparkasse Nürnberg unterstützt ihre Kundschaft durch den Sparkassen-Privatsekretär, der unter anderem beim Ausfüllen von Formularen hilft. Zu den jeweiligen Angeboten beraten Sparkasse und Raiffeisenbank jederzeit gerne.

Pilotprojekt: Beratungstermine

Der Austausch zwischen Banken und Seniorenvertretern war sachlich und konstruktiv. Beide Parteien zeigten Verständnis für die Anliegen der jeweils anderen Seite. Ein ganz konkretes Ergebnis erbrachte die Sitzung ebenfalls. Die Gemeinde Rückersdorf und die Sparkasse Nürnberg werden in regelmäßigem Turnus Beratungen in Rückersdorf anbieten. Bei diesen Terminen können ältere Personen ihre Anliegen, die sie sonst mit ihren Bankberatern in der Filiale klärten, vor Ort in Rückersdorf besprechen.

Sollte das Pilotprojekt erfolgreich sein und angenommen werden, könne sich die Sparkasse Nürnberg vorstellen, es auf andere Gemeinden des Landkreises auszuweiten, so Jonathan Daniel. Heidi Sponsel, die Seniorenbeauftragte der Gemeinde Rückersdorf, freute sich sehr über das Angebot der Sparkasse.

Der Vorsitzende des Kreisseniorenbeirates, Markus Deyhle, betonte am Ende der Veranstaltung, dass im Gespräch zu bleiben dazu beitrage, das Verständnis füreinander zu fördern. Landrat Kroder hob das Bemühen der Banken um akzeptable Lösungen trotz wirtschaftlicher Zwänge hervor. Sowohl die Sparkasse Nürnberg als auch die Raiffeisenbank Nürnberger Land seien regional verankert und versuchten stets, bestmöglich auf die Bedürfnisse der älteren Generation einzugehen. 

Info

Kontakt zum Kreisseniorenbeirat kann über Anja Gruhl per Mail an [email protected] oder unter Tel. 09123/950 6423 hergestellt werden.

Quelle: Landratsamt Nürnberger Land

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren