Laufer Freibad ist geöffnet

Treffpunkt zum Trainieren und Tratschen

Die Freibadangestellten Manuela Spieß, Moni Krois und Christl Sterr (rechts v. l. n. r.) sind froh, dass sie wieder am Beckenrand stehen können. | Foto: Haase2020/07/Lauf-Freibad-Eroffnung-Corona-Bademeister.jpg

LAUF – Ein Freibadsommer unter Corona-Bedingungen macht doch Spaß – da sind sich heute Vormittag die ersten Badegäste im Laufer Freibad einig. Den Start in die verspätete Schwimmsaison wollten sich 32 Besucher der ersten Schicht nicht entgehen lassen.

Während die einen in dem 24 Grad warmen Schwimmerbecken ihre Runden drehen, stehen Stammgäste mit Abstand am Beckenrand und tauschen lange überfälligen Klatsch und Tratsch aus. Natürlich dürfen auch die Sportschwimmer der „Neoprenfraktion“ nicht fehlen, die unbeirrt mit Badekappe, Schwimmbrille und Schwimmanzug eine Bahn nach der anderen „runterreißen“. So wie der 63-jährige Johann Zemanek aus Lauf, der an diesem Morgen schon wie üblich 2,5 Kilometer in 45 Minuten hinter sich gebracht hat.

Die erste Wassergymnastik in dieser Saison. /Foto: Haase2020/07/Freibad-Lauf-Eroffnung-Corona-Wassergymnastik.jpg

Start mit Musik

Um Punkt 9 Uhr rollt Badangestellte Moni Krois eine Musikbox heran und startet im Nichtschwimmerbecken mit der ersten Wassergymnastik in dieser Saison.

„Alles wie immer“, würde man denken, gäbe es nicht die Richtungspfeile auf dem Boden, abgesperrte Liegewiesen, markierte Sitzflächen und gleich drei Security-Angestellte, die ab und an mal einen Besucher auf die Markierung am Boden aufmerksam machen oder den Abstand beim Einlass kontrollieren – denn im Bad kann man sich nicht mehr ganz so frei bewegen. Ein Kreisverkehr leitet Besucher zum Becken und dann wieder zurück zum Ausgang.

Arbeiten, wo andere Urlaub machen

„Wir arbeiten Hand in Hand mit dem Badpersonal und draußen in der Natur. Eine schöne Aufgabe“, findet Sicherheitsangestellter Marco Bleisteiner, dessen Alltag bei der Überwachung von Fußballevents und Bierfesten vorher ganz anders ausgesehen hat.

Von Kreisverkehr um die Becken, dem Überholverbot beim Bahnenschwimmen und den Absperrbändern lassen sich aber weder Besucher noch Personal die Laune verderben: „Es ist für alle noch ein bisschen verwirrend, aber heute ist erst der erste Tag. Es wird“, ist sich Schwimmmeisterin Christl Sterr sicher.

Öffnet die Rutsche bald?

Die Angestellten hoffen, dass sie nach einer erfolgreichen Testphase in zwei Wochen vielleicht sogar die Rutsche öffnen können. Ein weiterer Schritt in Richtung Normalität.

Auch heute schon „ist alles wie immer“, findet Stammgast Ingrid Donhauser, die ab jetzt wieder täglich von acht bis halb Neun ihre Bahnen ziehen wird. Man müsse sich nun einfach anders einrichten, so die 74-jährige Lauferin.

Wettkampfschwimmer Stefan Engelhardt aus Eckental freut sich über die Entscheidung, das Freibad zu öffnen und gehörte heute zu den ersten Besuchern. Bisher trainierte er in Erlangen. /Foto: Haase2020/07/Lauf-Freibad-Eroffnung-Corona-Schwimmer.jpg

Tickets online

Dass am Badeingang keine Eintrittskarten mehr verkauft werden, stört an diesem Morgen niemanden. Während sich Ingrid Donhauser ihr Ticket im Bürgerbüro im Rathaus gekauft hat, ist ihre Freundin Gertrud Bohrer online fündig geworden.


„Eigentlich dachte ich, man kann sie gleich im Pack kaufen. Aber so wird es auch gehen“, sagt die 63-Jährige, die nun für jeden Besuch online ein Formular ausfüllen und ausdrucken wird. Sportschwimmer Johann Zemanek hat damit keine Probleme: „Ich habe das Ticket online gekauft und direkt auf mein Handy geladen“, beschreibt er.

Um Punkt zehn Uhr verlassen die die letzten der ersten Gäste das Bad an der Schützenstraße und machen Platz für 130 weitere Besucher, die die zweite Schicht von 11 bis 16 Uhr gebucht haben. „Für die Abendschicht von 17 bis 19 Uhr waren sogar schon 170 Karten verkauft“, wie die Kassendame stolz verkündet. Insgesamt erhalten aktuell 250 Besucher pro Schicht, also 750 Personen pro Tag, Einlass.

Tickets sind hier online buchbar.

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