Projektwoche der Mittelschule zur kulturellen Vielfalt

„Migrationsstadt“ Röthenbach

Eindrücke von den Angeboten während der Projektwoche.2014/10/90163_migrationroethenbach2_New_1412959564.jpg

RÖTHENBACH — Röthenbach ist eine „Migrationsstadt“. Das ist die Erkenntnis einer Projektwoche der Geschwister-Scholl-Mittelschule. Schon im 19. Jahrhundert fing es an mit der Zuwanderung, aus einer kleinen Siedlung wurde schließlich eine große Gemeinschaft mit Menschen unterschiedlicher Religionen, Kulturen – und Geschichten.

„Gelebte Migrationsstadt Röthenbach“: Unter diesem Titel haben vor allem die Eltern und Großeltern ihre eigenen Lebens- und Herkunftsgeschichten mit den Schülern geteilt. Es wurde gekocht, erzählt, Theater gespielt, Tennis gespielt, mit Bogen geschossen.

Nicht nur Privatleute, sondern auch Vereine und das Jugendzentrum, die städtische Jugendbeauftragte, die Kirche sowie das Dehnberger Hof Theater haben mitgewirkt. Ob sechste oder neunte Klasse – durchweg lauschten die Kinder aufmerksam und machten begeistert mit.

Als Kernsatz formulierte die Schule: „Wir sind der Ansicht, dass die Idee einer globalen Gesellschaft, in der Menschen nicht nach Hautfarbe, Religion und anderen ‚Zugehörigkeiten‘ sortiert und separiert werden, sondern aufgrund ihres individuellen persönlichen Charakters, Engagements und Fähigkeiten respektiert werden und integriert sind, mittlerweile nicht mehr nur eine Vision ist, sondern mehr und mehr als Realität bewusst wahrgenommen und gelebt wird.“ Dazu hätten die Projekttage einen Beitrag geleistet.

Von Japan bis Frankreich, von Finnland bis in die USA, von der Türkei bis nach Argentinien und Polen: Aus all diesen Ländern stammen die Bewohner Röthenbachs, so das Resultat, das bei einer Abschlussfeier präsentiert wurde. Knapp 300 Schüler nahmen daran teil. Mitreißender Höhepunkt: die Trommler von „Argandona“, die 300 Trommeln mitgebracht hatten und eine knappe Stunde mit allen Musik machten.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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