Der Radweg kommt doch

RÖTHENBACH (as) — Röthenbach wird wohl noch in diesem Jahr den Radweg von der Himmelgartenkreuzung zur Abzweigung nach Renzenhof bauen. Der Freistaat will das Vorhaben jetzt doch mit 70 Prozent der Kosten fördern – das ist das Resultat zäher Verhandlungsrunden.

Vorausgegangen waren der Entscheidung des Innenministers wiederholte Anfragen der Landtagsabgeordneten Thomas Beyer (SPD) und Kurt Eckstein (CSU). Eckstein ist es nun, der den Erfolg für sich verbuchen kann: Es sei „ein schweres Stück Arbeit“ gewesen, das Ministerium zu überzeugen, so der Haushaltsexperte in einer Pressemitteilung.

Röthenbach hatte 2010 seinen Antrag auf Unterstützung vom Freistaat in den Augen der Obersten Baubehörde nicht vollständig eingereicht, weil noch Verhandlungen mit Grundstücksbesitzern liefen (die PZ berichtete). Resultat: Anders als Lauf, das für sein Teilstück der künftigen Radwegverbindung nach Altdorf etwa 80 Prozent der Kosten erstattet bekam, hätte die Stadt nur 50 oder 60 Prozent erhalten. Ein entsprechendes Sonderprogramm war ausgelaufen.

Nun bewertet der Freistaat den Röthenbacher Antrag als „Altfall“. Laut Eckstein kann die Stadt mit 70 Prozent Fördermitteln rechnen. Bei Gesamtkosten von etwa 355 000 Euro handelt es sich also um eine stattliche Summe. Eckstein spricht von einem „Akt der Gerechtigkeit“.

„Wir könnten noch in diesem Jahr mit dem Bauen anfangen“, sagt Günther Steinbauer, Röthenbachs Bürgermeister. Die Kosten sind im laufenden Haushalt vorgesehen, nur der Stadtrat muss noch zustimmen. Die bisher vorgeschlagenen Lösungen galten in dem Gremium als „indiskutabel“, zumal der Radwegbau entlang der Staatsstraße – darauf weist Steinbauer hin – eigentlich Aufgabe des Freistaats ist. „Das hat jetzt lange genug gedauert“, so der Bürgermeister.

Von der geplanten Verbindung nach Altdorf existiert bisher nur das Stück zwischen Lauf und der Himmelgartenkreuzung. Auch die Gemeinde Leinburg, in deren Gebiet die Abschnitte vor Diepersdorf und zwischen Leinburg und Winn liegen, hofft auf Geld aus München. Derweil wird der Landkreis die Himmelgartenkreuzung mit der Kernstadt von Röthenbach verbinden.

N-Land Pegnitz-Zeitung
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