Gemeinderat Reichenschwand

Absage an Werbetafel an der B14

Das rege Verkehrsaufkommen bei der Ortsdurchfahrt erfordert die volle Aufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer. Daher lehnte der Gemeinderat die Errichtung einer doppelseitig beleuchteten Werbeanlage ab. | Foto: M. Gniffke2021/07/P1000627.jpg

REICHENSCHWAND – „Eine Gefahr im dichten Straßenverkehr und es schadet dem Ortsbild.“ Die Gemeinderäte waren sich in ihrer Ablehnung eines Antrags sehr einig, nach dem eine doppelseitig beleuchtete Design-Werbetafel an der B 14 errichtet werden sollte. Ob das Vorhaben bauplanungsrechtlich zulässig ist, beurteilt jedoch die Baugenehmigungsbehörde am Landratsamt in Lauf, erläuterte Bürgermeister Manfred Schmidt.

Auch die beiden Fraktionssprecher Josef Meer und Lars Fuchs stimmten in der Einschätzung mit dem Bürgermeister überein. Zum einen bestehe ein viel zu großes Gefahrenpotenzial durch Ablenkung seitens einer derartigen Anlage. Gerade in diesem Bereich – in unmittelbarer Nähe eines Fußgängerüberweges, der Einmündung einer Nebenstraße und zu einer Bäckerei – benötigten die Verkehrsteilnehmer die volle Aufmerksamkeit. Die Ablenkung durch eine Tafel in dieser Größe plus Beleuchtung sei daher nicht zu verantworten.

Negativ für Ortsbild

Als weiteres Gegenargument führten die Sprecher auch die Schädigung des Ortsbilds an. Die Gemeinde habe in den vergangenen Jahren viel Geld investiert um durch verschiedene Sanierungsmaßnahmen das Ortsbild aufzuwerten. Auf die Bepflanzung und Pflege der Grünanlagen und Blumenbeete, gerade auch im Bereich der Ortsdurchfahrt, lege man viel Aufmerksamkeit und verwende darauf große Mühe.

Schon in der Vergangenheit hatte sich der Rat mit ähnlichen Anträgen befassen müssen und daher vor kurzem eine Werbeanlagensatzung verabschiedet. Dieser widerspreche die beantragte Werbetafel sowohl in Größe als auch in der Gestaltung. Daher sehe man der Entscheidung durch das Landratsamt zuversichtlich entgegen.

Kirwa im Kleinen

Bürgermeister Schmidt informierte zudem über den Start der Sanierungsarbeiten am Tiefbrunnen. Die „kaputten Bäume“ im Wohngebiet Fürschwald 1 werden im Herbst ausgetauscht – aktuell kämen immer mal wieder Fragen von Anwohnern dazu. Seit zwei Wochen läuft auch der Austausch der Leuchtmittel an den Straßenlaternen.

Die Kirchweih 2021 ist, wie schon im vergangenen Jahr coronabedingt abgesagt. Geplant ist jedoch eine „Mini-Kirwa“ mit einem Kinderkarussell und drei Buden. Schmidt zeigte sich zuversichtlich, dass die entsprechenden Genehmigungen erteilt würden. Man hoffe auf regen Zuspruch der Bürger, gerade auch im Hinblick auf die schwierige Situation der Schausteller. Entsprechende Hygienekonzepte werden erarbeitet und eingehalten.

Die ursprünglich im Rahmen der Asphaltierung der B14 geplanten innerörtlichen Arbeiten an Kanal und Wasserleitungen werden nun doch nicht ausgeführt, teilte Bürgermeister Manfred Schmidt im Nachgang zur Sitzung mit. Darauf hatte sich der Gemeinderat geeinigt. Man sehe sich nicht in der Lage, die Vorgaben der überörtlichen Behörden hinsichtlich der Gewährleistung des Durchgangsverkehrs durch entsprechende Umleitungen erfüllen zu können. Die Maßnahme wird daher vorerst nicht durchgeführt.

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