Fragebogen an die Bundestagsdirektkandidaten

Siegfried Lang (AfD)

Siegfried Lang, AfD. | Foto: privat2017/09/SLang-AfD.jpg

NÜRNBERGER LAND – Am 24. September ist Bundestagswahl. N-land hat alle Direktkandidaten dasselbe gefragt. Ihre Antworten stellen wir in einer kleinen Serie vor. Heute: Siegfried Lang, AfD.

Geboren: 13. 9. 1964 in Eichstätt

Wohnort: Burgsalach

Beruf: selbstständiger Kaufmann

Bisherige politische Stationen: von 1987 bis 2007 in der CSU, unter anderem Schatzmeister der JU Mittelfranken, Gebietsverbandsvorsitzender des Gebietsverbandes Jura der CSU, Mitglied im CSU-Bezirksvorstand; seit Mai 2013 Mitglied der AfD; seit 2015 AfD-Bezirksvorsitzender; Mitglied im Landesfachausschuss Wirtschaft und Finanzen; stellv. Sprecher im Landesfachausschuss Gesundheit.

Wie soll die BRD Zuwanderung steuern, Integration ermöglichen?

Da Schengen gescheitert ist, müssen wir unsere Grenzen wieder schützen und illegale Zuwanderung beenden. Des Weiteren muss die Einwanderung in unsere Sozialsysteme beendet werden, um deren Kollaps zu verhindern. Abgelehnte Asylbewerber sowie straffällig gewordene Zuwanderer müssen konsequent und zeitnah zurückgeführt werden. Integration ist eine Bringschuld der Einwanderer.

Herrscht in Deutschland soziale Gerechtigkeit? Was stellt die Balance her?
Nein. In der Sozialpolitik muss die Benachteiligung von Familien beseitigt und Kinderarmut bekämpft werden. Dies wäre unter anderem durch eine deutliche steuerliche Entlastung der Familien über ein Familiensplitting zu erreichen. Des Weiteren stehe ich für eine abschlagsfreie Rente nach 45 Jahren und eine Grundsicherung im Alter ein. Wer gearbeitet hat, muss später mehr haben. Dies wäre beispielsweise über eine nach Arbeitszeit gestaffelte Grundrente zu erreichen. Die Finanzierung der Kranken- und Pflegeversicherung muss neu geregelt werden.

Ab 2030 nur noch E-Autos in Deutschland? Wie geht das?

Zum Thema E-Autos bedarf es einer ideologiefreien Diskussion, in der alle Vor- und Nachteile abgewogen werden. Nach heutigem Technikstand halte ich es weder für machbar noch für sinnvoll. Wesentlich nützlicher für unsere Umwelt wäre es, folgendes Problem anzugehen: Die 15 größten Seeschiffe der Welt stoßen jährlich mehr schädliche Schwefeloxide aus als alle 760 Millionen Autos weltweit. Sie fahren mit Schweröl, das beim Raffinieren als Abfall übrig bleibt und billig auf dem Markt angeboten wird. Es enthält 3500 Mal so viel Schwefel wie im europäischen Straßenverkehr erlaubt ist.

Wichtigste Ziele für das Nürnberger Land:
Oberstes Ziel ist der Erhalt der ärztlichen Grund- und Notfallversorgung. Dazu gehört eine Stärkung der Landarztpraxen ebenso wie der Erhalt des Hersbrucker Krankenhauses. Nur so ist eine Nahversorgung unserer älteren Mitmenschen machbar. Des Weiteren muss der Berufsstand des Pflegepersonals aufgewertet werden, auch finanziell. Unsere Gesundheit darf nicht den Zielvorgaben von Wirtschaftsunternehmen zum Opfer fallen. Zur weiteren Stärkung der Region ist ein zügiger Ausbau der Infrastruktur nötig. Ein Ausbau des digitalen Netzes würde nicht nur die heimische Wirtschaft stärken.

Mein Lebensmotto in einem Satz:
Meine Kinder und Enkel sollen ein so schönes Leben führen können wie ich bisher auch, in einem Land, in dem ich gerne lebe.

N-Land Michael Scholz
Michael Scholz