Gemeinde Etzelwang

Neue Trocknungsanlage in der Kläranlage spart Geld

Beim Spatenstich für (v. li.): Klärwärter Peter Winkler, Ingenieurin Simone Meuler-List (Seuss Ingenieure), 2. Bürgermeisterin Lydia Zahner, Gemeindebediensteter Rudi Genal, MdL Dr. Harald Schwartz, Bürgermeister Roman Berr, Christian Wallner (Firma Sommer-Tiefbau) und Matthias Wagner (Seuss Ingenieure). | Foto: Leonhard Ehras2022/07/a471679854i0012_max1024x.jpeg

ETZELWANG/LEHENHAMMER – Die Kläranlage Etzelwang erhält eine aufwendige Trocknungsanlage, die der Gemeinde künftig Geld sparen wird. Die Baukosten liegen bei insgesamt rund 521 000 Euro. Die neue Anlage soll Ende dieses Jahres in Betrieb gehen.

In der Kläranlage im Lehental kommen täglich rund 300 Kubikmeter Abwasser an. Über diese Flut macht sich eine enorme Menge an Bakterien her und vertilgt den Abfall. Dabei entstehen im Laufe eines Jahres rund 1000 Kubikmeter an Klärschlamm. Diese werden bisher in zwei Behälter mit einem Fassungsvermögen von je 250 Kubikmeter eingeleitet und aufbewahrt. Eine Spezialfirma entleert zweimal jährlich diese Behälter und transportiert den Klärschlamm dann ab.

Die Entsorgung dieser Schlammmengen kostet die Gemeinde im Jahr rund 35 000 Euro. Sie kann bei der Entsorgung eine Menge Geld sparen, wenn der Klärschlamm vorgetrocknet ist.

Zuschuss in Sicht

Für die Einrichtung einer Trocknungsanlage stellt der Freistaat Bayern einen beachtlichen Zuschuss in Aussicht. Angesichts dieser Förderung entschied sich die Gemeinde Etzelwang zum Bau einer Trocknungsanlage und steigt damit in ein kostspieliges Projekt ein.

Die neue Einrichtung schließt unmittelbar an das Büro- und Technikgebäude der Kläranlage an. Die Arbeiten starteten mit dem Rückbau eines der Schlammbehälter, der für die Trockenanlage Platz machen musste.

70 Prozent Landesmittel

An der Baugrube trafen sich nun Vertreter aus Politik, Gemeinde und den Baufirmen und nahmen den symbolischen Spatenstich vor. Landtagsabgeordneter Harald Schwartz meinte, dass der Förderantrag noch während des Geltungsbereichs mit der günstigen Regelung aufgenommen werden konnte, so dass die Gemeinde Etzelwang bei diesem Projekt in den Genuss von 70 Prozent der zuschussfähigen Kosten komme. Das sind insgesamt 431 100 Euro. Der Neubau der Klärschlammpresse kostet 521 000 Euro.

Bürgermeister Roman Berr erklärte, dass sich die derzeitigen Kosten für die Klärschlammabfuhr von jährlich rund 35 000 Euro auf künftig 18 000 Euro nach Inbetriebnahme der Trocknungsanlage reduzieren werden. Einsparungen erreicht die Gemeinde außerdem bei den Stromkosten durch die Solaranlage auf dem Gebäude. 

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