Konstituierende Sitzung in Leinburg

Räbel ist Stellvertreter

Die neuen Gemeinderäte Florian Hummel, Wolfgang Dümmler, Marion Trisl, Thomas Kraußer und Dagmar Frank mit Bürgermeister Lang und dem neuen 2. Bürgermeister Manfred Räbel (von links). Foto: Buchner-Freiberger2014/05/81803_vereidigunggemeinderaeteleinburg3_New_1399390264.jpg

LEINBURG — Manfred Räbel von der SPD ist neuer stellvertretender Bürgermeister in Leinburg und damit Nachfolger von Anni Bierlein. Er wurde in der Sitzung am Montagabend ebenso vereidigt wie fünf neue Gemeinderäte.

Die Kür des künftigen Bürgermeister-Stellvertreters geriet dabei zu einer spannenden Angelegenheit. Jede der drei Gemeinderats-Fraktionen schickte einen Kandidaten ins Rennen: die SPD Manfred Räbel, die CSU den Neu-Gemeinderat und Ortsvorsitzenden Thomas Kraußer und die Freien Wähler ihren Fraktionssprecher Günther Kuhn. Letzterer lag nach dem ersten Wahlgang mit acht Stimmen vorn (Freie Wähler plus Bürgermeister Lang), auf Kraußer und Räbel entfielen je sechs Stimmen der eigenen Fraktion, sodass zwischen ihnen das Los letztlich für Räbel entschied.

Im zweiten Wahlgang votierten dann die CSU-Gemeinderäte offensichtlich mehrheitlich für den 53-jährigen SPD-Mann Manfred Räbel, denn er vereinte am Ende elf Stimmen auf sich, Günther Kuhn nur neun.

Zuvor hatte Bürgermeister Joachim Lang bereits die fünf neuen Gemeinderäte vereidigt. Den größten Wechsel gab es dabei in der CSU-Fraktion, wo vier von sechs Mitgliedern neu sind. In ihr Amt eingeführt wurden Thomas Kraußer, Marion Trisl, Wolfgang Dümmler, Dagmar Frank (alle CSU) sowie Florian Hummel (SPD).

Bürgermeister Lang hatte eingangs der Sitzung an seine Gemeinderatskollegen appelliert, gemeinsam nach den besten Lösungen für die Leinburger Bürger zu suchen. „Parteipolitik im Sinne von Regierung und Opposition macht im Gemeinderat wenig Sinn.“ Eine konstruktive Streitpolitik gehöre aber natürlich dazu.

Die ersten Aufgaben des neuen Gemeinderats waren recht theoretischer Natur. So wurde beschlossen, zusätzlich einen Kulturausschuss einzurichten. Der Vorschlag der Verwaltung, dem Bürgermeister einen finanziellen Rahmen von 30 000 Euro einzuräumen, über dessen Verwendung er selbst verfügen kann, ohne den Gemeinderat zu fragen, ging den Fraktionen ein bisschen zu weit. Man einigte sich am Ende auf 20000 Euro, das sind 5000 Euro mehr als bisher. Bürger dürfen sich weiterhin in Leinburger Sitzungen zu Wort melden, so ein weiterer Beschluss.

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