Werbung für Vorführungen und Ankündigungen für Demo wurden herunter gerissen

Plakat-Krieg um Circus Krone in Lauf

An mindestens zwei Stellen in Lauf haben Unbekannte Plakate von Circus Krone herunter gerissen. | Foto: KIrchmayer2016/09/Circus-Krone-Plakat-heruntergerissen.jpg

LAUF — In Lauf tobt ein regelrechter Plakat-Krieg: Weil Unbekannte Protest-Plakate gegen Circus Krone entfernt und gestohlen haben, ermittelt jetzt die Laufer Polizei. Krone wurde selbst Opfer von Sachbeschädigungen: Mehrere Werbeplakate wurden herunter gerissen.
Das Gastspiel des größten europäischen Zirkusses in Lauf kommt nicht bei allen gut an. Weil auch Wildtiere in der Manege auftreten, steht Krone in der Kritik (die PZ berichtete). Neben Werbeplakaten für die Aufführungen wurden in Lauf und Röthenbach auch Protestplakate mit der Botschaft „Tiere sind keine Zirkusnummer“ aufgehängt. Sie werben für die Demonstration, die am Samstag, 1. Oktober, stattfinden wird. Die regulär beantragten und von der Stadt genehmigten Plakate wurden allerdings zwischen Montagabend und Dienstagvormittag von Unbekannten heruntergerissen und mitgenommen. Mitglieder der „Aktionsgruppe Tierrechte Bayern“ wurden deshalb gestern bei der Polizei vorstellig, die jetzt wegen Diebstahls gegen Unbekannt ermittelt.
Die Aktion ist womöglich ein Gegenschlag von Zirkusliebhabern. Denn am Samstag in Lauf geklebte Plakate, die am Kreisverkehr gegenüber der Sparkasse und am ehemaligen Schlachthof für die Aufführungen mit Löwen, Elefanten und Co. warben, wurden in der Nacht auf Montag mutwillig herunter gerissen. Und die Plakate, die am Montag nachgeklebt wurden, sind bereits in der folgenden Nacht erneut entfernt worden. Susanne Matzenau, Pressesprecherin von Circus Krone, kündigte an, wegen der Sachbeschädigungen ebenfalls Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten. Laut Laufer Polizei sei es gut möglich, dass die Taten in Zusammenhang stehen.
Für den Zirkus sind die Vorfälle nichts neues. Lauf sei bereits die dritte Stadt, in der Plakate beschädigt worden seien, sagt die Pressesprecherin. „Das ist kein Kavaliersdelikt“, sagt Matzenau. Der Zirkus bietet eine Belohnung von 500 Euro für Hinweise auf die Täter an.

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