Neue Parkplätze „hinter“ dem Krankenhaus

Blick vom östlichen Kunigundenberg auf die Rückseite des Laufer Krankenhauses. Im Vordergrund der im Herbst provisorisch angelegte neue Parkplatz am Hang, der auch von der Kunigundenstraße aus erreichte werden könnte. Rechts die tiefer liegenden befestigten Parkflächen Richtung Kunigundengasse. Hinter den Bäumen liegt der Weiher2012/03/39824_krankenhausparkplatzoben1_New_1331828764.jpg

LAUF (fi) — Neue Entwicklung bei der Suche nach Flächen für einen Krankenhausparkplatz in Lauf: Nur noch auf einem schmalen Streifen direkt westlich des Bettenhauses aber zusätzlich nördlich davon (hinter dem Krankenhaus sozusagen) sollen nun die rund 160 neuen Stellplätze entstehen. Damit wäre ein Eingriff in den Biotopweiher am Kunigundenberg nicht mehr notwendig, der Naturschutz also befriedigt. Und auch kostenmäßig, so war im Bauausschuss zu hören, wäre diese mit der Klinikverwaltung abgesprochene Variante wohl tragbar. Allerdings sollen die Parkplätze weiter über die Kunigundengasse erschlossen werden, was schon bei früheren Planungen zu Protesten von Anwohnern geführt hatte.

Nur als aktuelle Information hat Bauamtsleiter Gerhard Zenger diesen Sachstand den Stadträten mitgeteilt, beraten und beschlossen wurde in der Sitzung noch nicht. Allerdings soll das Bauamt nun auf Grundlage dieser Parkplatzvariante weiter planen. Und dabei, so die Bitten von Günther Felßner (CSU) und Claus Offenhammer (FW), auch eine Erschließung der Parkplätze von der Simonshofener Straße aus prüfen. Diese Erschließungsstraße ist nämlich zum Teil für Kunigundenberggrundstücke schon vorhanden. Sie führt am früheren Krankenhauseingang bzw. an der heutigen Zufahrt zur Notaufnahme vorbei ein Stück den Kunigundenberg hinauf und erreicht so eine schon vor einigen Monaten provisorisch errichtete Parkterrasse hinter dem ehemaligen Schwesternhaus.

Zur weiteren Bearbeitung des Bebauungsplanes für den Parkplatz muss nun auf der neuen Grundlage wieder ein Schallschutzgutachten erstellt werden, das auch die veränderte Verkehrssituation in der Kunigundengasse mit einbeziehen soll, wie Zenger sagte. Erst wenn hier Erkenntnisse vorliegen könnte eine Entscheidung getroffen werden, ob das Verfahren mit der oben genannten neuen Parkplatzanordnung weiter geführt werden soll.

Allerdings drängt die Zeit, wie Vertreter der Stadt und zur Sitzung geladene Vertreter des Krankenhauses betonten. Der alte Großparkplatz an der Simonshofener Straße nämlich ist nur angepachtet und könnte ganz kurzfristig gekündigt werden, wenn dort Wohnhäuser gebaut werden sollten. Dann stünden an der Laufer Klinik nur noch die Stellplätze im Süden, das heißt vor dem Haupteingang und im Bereich des Ärztehauses, zur Verfügung. Deren Zahl sei zwar rechtlich voll ausreichend, wie Klinikmanager Michael Hitzschke betonte, gleichwohl wisse man, dass es tatsächlich zu wenig sind. Und um eben zu verhindern, dass Angestellte wie Besucher mit ihren Autos irgendwann in die umgebenden Straßen ausweichen, seien die mindestens 150 neuen Stellplätze dringend nötig.

Das Bauamt hatte in den vergangenen Wochen, vor dem Hintergrund des Protestes der Unteren Naturschutzbehörde gegen die Weiher-Überplanung und den Widerständen der Anwohner, weitere Varianten durchgespielt. So ein Parkdeck auf den derzeitigen Parkplätzen am Haupteingang. Oder ein Parkdeck hinter dem Krankenhaus, im Hang des Kunigundenbergs. Oder die Anlage eines Parkplatzes an der Simonshofener Straße, nördlich der Ortsausfahrt nach Kuhnhof. Alternativen, so Zenger, die am Ende aus Kostengründen, aus baulichen Gründen oder wegen der Entfernung nicht in die engere Wahl kamen.


Überhaupt erst möglich geworden war die neue Parkplatzvariante hinter dem Gebäudekomplex, weil die Klinik bei der Erweiterung nicht mehr mit einem quadratischen zweiten Bettenbau im Norden plant, wie Krankenhaussprecher Hitzschke Räten und Besuchern kurz erläuterte. Statt dessen soll im Norden, noch hinter Wirtschaftshof und Notaufnahme, ein neuer langgestrecker und mehrgeschossiger Bau entstehen. Ein dritter Riegel parallel zu den bestehenden Bauten, von dem aus man direkten Zugang wieder zum Hauptgebäudehätte. Dabei, so versprach Hitschke, „geht für Lauf kein Bett verloren“.

Simonshofer Straße

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