Bäder in Lauf, Röthenbach und Schnaittach zufrieden

Freibadspaß trotz Regen und Corona

Manuel, Tobias und Hamza (v. l.) sind normalerweise öfter im Freibad, doch in diesem Jahr waren die zehnjährigen Laufer nur fünf bis zehn Mal im Bad. „Bei schönem Wetter war es oft schon ausgebucht und der Sprungturm ist gesperrt“, sagt Manuel. In dieser warmen Woche haben sie es aber noch einmal geschafft. | Foto: Beck2021/09/freibad-lauf-2021-foto-beck-scaled.jpg

Lauf/Röthenbach/Schnaittach — Der regenreichste Sommer seit über zehn Jahren und beschränkte Besucherzahlen aufgrund der Corona-Maßnahmen lassen die Besucherbilanz der Freibäder im PZ-Gebiet in dieser Saison erwartungsgemäß schmal ausfallen. Dennoch sind die Kommunen Lauf, Röthenbach und Schnaittach zufrieden.


Die Öffnungen der Bäder mit dem Ende des zweiten Corona-Lockdowns am 23. Mai war von den Stadt- und Marktgemeinderäten bereits im Frühling angestrebt worden – und konnten umgesetzt werden.


Anders als im vergangenen Jahr hatte sich auch der Röthenbacher Stadtrat entschieden, die Freibad-Fans schwimmen zu lassen. Während der zwei Time-Slots, von 8 bis 12 und 14 bis 20 Uhr, ließ das Bad 600 Besucher ein, die die Beschränkungen akzeptierten. „Wir hatten nur ab und zu kleine Diskussionen, wenn für Spontan-Besucher kein Platz mehr war“, sagt der Röthenbacher Schwimmmeister Horst Schulz. Die beschränkten Besucherzahlen hätten auch Vorteile gehabt: Die Gäste hätten die Ruhe und den Freiraum genossen.


Dass sich die Bäder trotz der geringen Ansteckungsgefahr im Freien an Hygiene-Konzepte halten mussten, ist für Schulz verständlich. „Lieber ist man etwas vorsichtiger, als sich hinterher den Vorwurf anzuhören, dass man keine Maßnahmen ergriffen hat.“


Die Nächte werden zu kalt


Schulz schätzt die diesjährigen Besucherzahlen in Röthenbach auf rund 20.000. Kein Vergleich zu dem Rekordjahr 2018 mit rund 66.300 Gästen, „aber mit Corona und dem kalten August war es eigentlich ganz gut.“ Da das Wasser durch die frischen Nächste aktuell nur noch 19 Grad warm ist, sinken die Besucherzahlen und das Freibad wird daher am morgigen Sonntag, 12. September, seine Tore für diese Saison schließen.


Genau wie das Freibad Schnaittach. Auch hier startete die Saison am 23. Mai, also drei Wochen früher als 2020. Und obwohl 2021 mehr Besucher zugelassen waren – 1050 pro Tag statt 850 – war die Anzahl der Gäste geringer, nämlich 24700 statt 27000 Besucher. „Das liegt eindeutig am Wetter“, sagt Bauamtsmitarbeiter Christian Stellmach, zuständig für das Freibad.


Auch die Schnaittacher Badegäste hätten sich mit den Beschränkungen arrangiert. „Es ist allerdings ein Nachteil, dass pro Slot rund zehn Prozent der Plätze blockiert waren, weil Menschen ihre Buchung nicht wahrgenommen haben.“ Stellmach hofft, dass Maßnahmen wie die Time-Slots 2022 nicht mehr vorgeschrieben sein werden.

Hoffen auf nächsten Sommer


So sieht es auch Michael Meye, Fachbereichsleiter für Kultur, Freizeit und Sport in Lauf. „Mit den sinkenden Inzidenzen konnten wir Maßnahmen wie den Testnachweis einstellen, aber wir hoffen trotzdem, dass es nächstes Jahr noch entspannter wird.“


Unter anderem die Kontaktdatenaufnahme sei diskutabel. „Es war keine einzige Rückverfolgung von Freibadbesuchern nötig, auch nicht nach den Veranstaltungen im Rahmen der Laufer ‚Lichtblicke‘.“


Auch die Bilanz des Laufer Freibads spiegelt die Folgen des regnerischen Wetters und des beschränkten Einlasses wider. Bis zum ersten September verkaufte das Bad rund 28000 Tickets, 2020 waren es mit rund 20000 Tickets noch weniger gewesen. Im Vergleich dazu: Im heißen Sommer 2018 verzeichnete das Freibad die Rekordzahl von 142 000 Gästen.


Auch in Lauf geht die Saison nun zu Ende. Der 13. September ist der letzte Öffnungstag. Am 14. September öffnet dafür das Hallenbad.

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