Bundesverdienstkreuz für Pompl

Innenminister Herrmann und Altbürgermeister Rüdiger Pompl. Foto: Hippel2011/01/15333_New_1295631065.jpg

LAUF — Der Laufer Altbürgermeister Rüdiger Pompl (66) wurde gestern in Nürnberg mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens auszeichnet. Innenminister Herrmann überreichte Pompl den Verdienstorden für dessen „beispielhaftes Engagement für seine Heimatstadt Lauf und die Region“ in seiner fast 30-jährigen Amtszeit als Erster Bürgermeister.

In seiner Laudatio würdige Herrmann in einer schier endlosen Liste (die wir hier nur verkürzt wiedergeben können, Anm. d. Red.) die vielen Verdienste des Laufer Altbürgermeisters, der von 1979 bis 2008 die Geschicke Laufs leitete. In seiner fast 30-jährigen Amtszeit habe Pompl die Entwicklung der Stadt bedeutend mitgestaltet und geprägt. Dabei gehörte seine besondere Aufmerksamkeit dem sozialen Bereich. So setzte er sich für den Bau von Sozialwohnungen, für günstige Baulandmodelle für junge Familien und die Schaffung von Alten- und Pflegeheimplätzen ein. „Mit seiner Fähigkeit, Aufgaben vorausschauend zu erkennen, zu analysieren und sachgerecht zu lösen, wies er Gewerbegebiete aus und stärkte durch Schaffung von Arbeitsplätzen den Standort Lauf.“

Größte Aufmerksamkeit schenkte Pompl der Sanierung der Altstadt und der Lösung von Verkehrsproblemen (Ostumfahrung). Auf sein Betreiben wurde ein Paket geschnürt, das schon seit 1997 allen Kindern einen Kindergartenplatz sichert. Er schuf durch den Aus- und Neubau der Infrastruktur die Voraussetzungen für die Eigenständigkeit der Stadt in der Europäischen Metropolregion Nürnberg. Hier hat er sich im Rat für die wirtschaftliche Entwicklung des Großraums eingesetzt. Neben der Begründung und Förderung der Städtepartnerschaften mit dem französischen Brive, dem schwedischen Nyköping der griechischen Stadt Drama war Pompl ein großer Förderer der Kultur- und Vereinsarbeit. Unter seiner Initiative wurden eine Musik- und Singschule, ein Industriemuseum, und eine neue Stadtbücherei geschaffen. Der Neubau des Gebäudes wurde zum bayernweit beachteten Modell eines Kultur- und Bildungszentrums. Es entstanden Konzertreihen sowie die Laufer Literaturtage. Und Pompl sorgte dafür, dass das DHT zu einer über die Region hinaus anerkannten Kleinkunstbühne wurde.

Wesentlichen Einfluss nahm er in zahlreichen Gremien, Organisationen und Verbänden. Unter anderem im Bayerischen Gemeindetag und im mittelfränkischen Städteverein. Weiter beim Bayerischen Städtetag, im Verwaltungsrat der Sparkasse Nürnberg, im Vorstand des Bayerischen Roten Kreuzes, im Verein für Gemeindediakonie Lauf, sowie im Bibliotheksverband Mittelfranken.

Ein besonderes Augenmerk legt er auf die Förderung des Ehrenamtes. Pompl ist Mitglied vieler Vereine. Ein ganz persönliches Anliegen war ihm auch das soziale Engagement für Menschen mit geistiger Behinderung. Wohlfahrtsverbände gründeten ihren Geschäftssitz in Lauf.

Der Festakt der Verleihung fand im Königsaal des Nürnberger Justizgebäudes statt. Inzwischen gratulierten dem Altbürgermeister sein Nachfolger Benedikt Bisping (Grüne) und der Vorsitzende der Lebenshilfe, Norbert Dünkel. Mit dem Orden, so schreibt Bisping, werde der Einsatz für die Menschen und Vereine in Lauf und das kommunalpolitische Wirken sowie „Ihr vorbildliches gesellschaftliches Engagement in entsprechendem Maß gewürdigt“. Norbert Dünkel gratulierte dem Ehrenmitglied der Lebenshilfe, weil ihm die Organisation nach jahrzehntelanger Unterstützung zu großem Dank verpflichtet sei.

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