CSU will nun doch keine Medienpauschale

Dokumente gibt's für die Röthenbacher Stadträte künftig auch in rein digitaler Form – wenn sie dies denn wollen. | Foto: Sichelstiel2020/07/IMG_3065-scaled.jpg

RÖTHENBACH — Die Röthenbacher CSU setzt sich nicht weiter für die Einführung einer sogenannten Medienpauschale ein. In der letzten Sitzung des Stadtrats zog die Fraktion diesen Antrag zurück – sie selbst spricht lediglich von einem „Vorschlag“ oder davon, dass sie die Pauschale „ins Gespräch gebracht“ habe.

Seit dieser Legislaturperiode können die Röthenbacher Stadträte die für ihre ehrenamtliche Arbeit notwendigen Unterlagen auch ausschließlich digital beziehen, sofern sie dies möchten. Das Vorhalten von entsprechenden Geräten und das Ausdrucken von Dokumenten zu Hause wollte die CSU mit der Pauschale abgelten. In den sozialen Medien sorgte dieser Vorschlag nicht zuletzt wegen der genannten Summe von 50 Euro pro Monat für hitzige Debatten, aber auch für Spott.

„Die Zahl kam nicht von uns“

„Die Zahl 50 Euro kam nicht von uns“, erklärte nun Fraktionsvorsitzender Karl-Heinz Pröbster, „wir weisen das zurück“. Auf Nachfrage des Bürgermeisters habe die CSU lediglich mitgeteilt, „dass uns bekannt ist, dass in Lauf 50 Euro pro Stadtrat gezahlt werden“.


Den Rückzug begründete Pröbster damit, dass sich ohnehin nur 7 von 24 Stadträten dazu bereit erklärt hätten, auf Papier zu verzichten. „Es funktioniert nur, wenn es für alle gilt“, so der Fraktionssprecher. Die CSU habe „kein Interesse mehr, die Sache weiter zu verfolgen“.

Bisher werden die Ladungen zu Stadtrats- und Ausschusssitzungen samt den nötigen Unterlagen von einem Mitarbeiter des Rathauses ausgefahren. Zwei Stunden Arbeitszeit sind dafür erforderlich, schätzt Hauptamtsleiter Stephan Ertl. Der Umstieg auf digitale Unterlagen solle Kosten sparen.

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