PsoriSol errichtet Neubau auf derTurnhalleninsel

Mehr Platz für Deutschlands größte Hautklinik

Auf dem Acker, auf dem diese sieben Menschen stehen, wird der Anbau entstehen. Im Hintergrund die alte PsoriSol-Klinik, die mit einem Übergang zum Neubau verbunden wird. Das Foto zeigt links: Carmen Adam,Prokuristin Marlene Greil, Bürgermeister Robert Ilg, Michael Hecke von der Besitzer-Gesellschaft, Architekt Professor Peter Haid, Chefärztin Clarissa Allmacher und Geschäftsführer Herbert Pichler. Die Turnhallen-Insel wird von der Pegnitz umrahmt, Hochwasserschutzmaßnahmen waren deshalb nötig.2013/11/5_2_1_2_20131116_KLINIK.jpg

HERSBRUCK (sw) – Clarissa Allmacher freut sich. „Es wird modern, hell und offen“, so beschreibt die Chefärztin der PsoriSol Klinik das neue Gebäude, das ab Sommer 2014 auf der Turnhalleninsel entstehen wird. Es wurde höchste Zeit: Die alte PsoriSol platzt aus allen Nähten. Es war der Entwurf von Peter Haid, Architekt von „Haid + Partner“ aus Nürnberg, der im Oktober eine zehnköpfige Jury am meisten beeindruckte. Sein lichter Bau, in dem zunächst OP-Flächen, medizinische Räume, Speisesaal und Küche entstehen werden, überzeugte. Haid ist Klinik-Profi: In Nürnberg tragen die Häuser Südklinikum, Theresienkrankenhaus und die Hallerwiese seine Handschrift, außerdem plante er die Uniklinik Rostock.

In einem zweiten Bauabschnitt werden 30 Patientenzimmer dazukommen, was eine Aufstockung um 20 Prozent bedeutet. 150 Angestellte hat die Klinik, aufgrund der Erweiterung werden 20 zusätzliche Stellen geschaffen. Derzeit besuchen im Schnitt pro Jahr 3500 Kranke Deutschlands größte akut-stationäre Hautklinik mit derzeit 150 Betten. Sollte sich in ein paar Jahren herausstellen, dass diesmal zu klein geplant worden sein sollte, lässt sich der Bau in einem dritten Abschnitt aufstocken. Damit könnten nochmals 500 bis 700 Quadratmeter Nutzfläche gewonnen werden.

Vor 22 Jahren zog die PsoriSol in die ehemalige Sartorius sche Kunstmühle, eine Erweiterung war dringend notwendig. Mitten in der Innenstadt gelegen gab es nur eine Möglichkeit, die Klinik zu erweitern, eben die 5000 Quadratmeter große Wiese hinter der alten Turnhalle. Drei Grundstückseigentümer konnten letztlich zum Verkauf bewegt werden, Käufer war die „GbR mbH Sartoriusmühle Hersbruck“. Ein Wohnhaus aus den 50er Jahren, das auf dem Gelände derzeit leer steht, wird abgerissen. In der Zukunft wird ein Freigang das neue mit dem alten Gebäude verbinden.

Bauen im Hochwassergebiet

Herbert Pichler, Geschäftsführer der PsoriSol GmbH: „Wir bauen dort in einem sensiblen Bereich und haben eng mit der Unteren Naturschutzbehörde zusammengearbeitet.“ Etliche Gutachten mussten in Auftrag gegeben werden, um Flora und Fauna und vor allen Dingen die Hochwasserlage zu prüfen, wird doch der neue Bau von der Pegnitz regelrecht eingerahmt und liegt im Überschwemmungsgebiet. Was bedeutet: Ein Keller ist für den Neubau verboten. Bürgermeister Robert Ilg freut sich für die Klinik und die Stadt Hersbruck, dass jetzt bald gebaut werden kann. „Es wäre ein Super-GAU gewesen, wenn die Klinik nicht hätte expandieren können und unsere Stadt hätte verlassen müssen.“ Denn: „PsoriSol ist ein wesentlicher Baustein der Gesundheitsregion“, und natürlich spült die Klinik mit ihren Patienten und deren Familien viele Menschen in die Region, die davon wirtschaftlich profitiert. Zu den Kosten wollte sich Geschäftsführer Michael Hecke nicht äußern. Zum jetzigen Zeitpunkt bezeichnet er selbst Schätzungen als „unseriös“.

N-Land Hersbrucker Zeitung
Hersbrucker Zeitung