Pädagogin Annemarie Hummel-Schart trat ihren Dienst an

Jugendsozialarbeit an Grundschule Feucht gestartet

Bürgermeister Konrad Rupprecht, Annemarie Hummel-Schart, Landrat Armin Kroder, Grundschulleiter Ralf Karg. Foto: privat2015/02/Jugendarbeit_an_Grundschule_Hummel-Schart_bearbeitet.jpg

FEUCHT – Es ist schade, dass sie notwendig ist, aber es ist ein großer Gewinn für Feucht, dass es sie hier nun auch für die Kleinsten gibt: die Jugendsozialarbeit an der Grundschule. An der Mittelschule in Feucht arbeitet Barbara Otte in der Jugendsozialarbeit schon seit einigen Jahren erfolgreich. Annemarie Hummel-Schart ist seit Januar ihr Pendant an der Grundschule.

Schülerinnen und Schüler, die Schwierigkeiten beim Lernen oder Angst vor schlechten Noten haben, die mit Ärger auf dem Schulweg oder Sorgen zuhause konfrontiert sind und die Probleme im Freundeskreis innerhalb oder außerhalb der Klasse haben, können sich an die Diplom-Sozialpädagogin wenden.

Sie berät aber auch Eltern und Erziehungsberechtigte, vermittelt in Konflikten, realisiert Projekte mit ganzen Schulklassen und vermittelt den Kontakt zu anderen Diensten und Einrichtungen der Jugendhilfe. Alles natürlich unter der Prämisse der Schweigepflicht.

Annemarie Hummel-Schart ist 45 Jahre, hat in Regensburg studiert und anschließend in einem Jugendamt gearbeitet. Nachdem sie die berufliche Laufbahn für mehrere Jahre pausieren ließ, um sich um ihre Kinder und die Familie zu kümmern, war sie als Schulbegleitung und bei einem Bildungsträger beschäftigt. Nun hat sie ihre Wirkungsstätte an der Grundschule in Feucht gefunden.

Die Jugendsozialarbeiterin ist seit Januar im Dienst und hat schon jede Menge zu tun: Grundschulleiter Ralf Karg stellt fest, dass sie bereits jetzt eine große Unterstützung im Schulalltag ist. Die 400 Schülerinnen und Schüler werden das Angebot und die Unterstützungsmöglichkeiten in den nächsten Wochen kennenlernen, wie er bei der offiziellen Begrüßung von Annemarie Hummel-Schart im Feuchter Rathaus erklärte.

Es sei ein Privileg, dass eine der vier Grundschulen im Landkreis, an denen Jugendsozialarbeit angeboten wird, die Grundschule in Feucht ist. Die Jugendsozialarbeiterin hat bereits Kontakte zum Jugendzentrum und zu den Horten geknüpft, sich in den Klassen und beim Elternbeirat vorgestellt und auch schon erste Gespräche mit Kindern und Eltern geführt, die an sie herangetreten sind. Feuchts Bürgermeister Konrad Rupprecht sieht das Angebot als wichtigen pädagogischen Baustein, der der gesellschaftlichen Situation geschuldet ist. Dem Landkreis ist er für die finanzielle Unterstützung dankbar.

Die Stelle der neuen Jugendsozialarbeiterin wird aus drei Quellen bezahlt, wie Landrat Armin Kroder erläuterte: Die Gemeinde, der Landkreis und der Staat stehen in der Pflicht, um das Angebot der Jugendhilfe an der Grundschule zu finanzieren. Er untermauerte den Gedanken von Konrad Rupprecht und merkte an, dass die Familienverhältnisse mit den Jahren nicht einfacher werden. Hier sei ein niederschwelliges Angebot des Jugendamtes wichtig, dessen tägliche Arbeit kaum bekannt und dessen Ruf meist mit negativen Schlagzeilen verbunden sei. Die Jugendsozialarbeit an Schulen sei hier ein positives Werkzeug und könne auch präventiv wirken.

In der Tat leistet die Jugendsozialarbeit schnelle und individuelle Hilfe für Kinder, die sozial benachteiligt sind. Durch die intensive Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule und durch schnelles und individuelles Handeln werden die jungen Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt und gefördert, so dass sie auch bei schwierigen sozialen und familiären Verhältnissen bessere Chancen auf eine eigenverantwortliche und gemeinschaftsfähige Lebensgestaltung haben.

Landrat Armin Kroder und Bürgermeister Konrad Rupprecht wünschten der neuen Jugendsozialarbeiterin Erfolg und Freude bei der Arbeit. „Freude haben Sie aber bestimmt leider nicht immer, das bringt der Beruf mit sich“, meinte der Landrat.

Konrad Rupprecht überreichte Annemarie Hummel-Schart die Feuchter Zeidlerbiene als Schlüsselanhänger für ihren neuen Büroschlüssel.db

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