Crowdfunding der N-Ergie

Musik der Welt im Hammerbachtal

Mit diesem Flyer – gesponsert von der Raiffeisenbank – wirbt die Grundschule für ihre Spendenaktion. | Foto: privat2021/02/GSHamm.jpg

OFFENHAUSEN – „Wenn die Maske fällt, reisen wir musikalisch um die Welt“: Das würden die Jungs, Mädchen und Lehrer der Grundschule Hammerbachtal im Sommer gerne tun. Damit das klappt, hat der Bürgerverein „Lebendiges Offenhausen“ über die Crowdfunding-Aktion der N-Ergie eine Spendensammlung gestartet.

„Zunächst war ich schon sehr überrascht von der Anfrage von Frank Gutzeit“, gibt Schulleiterin Carola Kanne zu. Denn als er im Herbst auf sie zukam, waren die Infektionszahlen hoch, der Schutz der Kinder habe im Vordergrund gestanden. Gutzeit, der Vorsitzende des Bürgervereins, hatte beim Blutspenden das Schild „musikalische Grundschule“ entdeckt. „Und ich wusste, dass die Aktion der N-Ergie ansteht.“

Mit der hatte der Verein bereits bei einer Spendensammlung für den SV Offenhausen beste Erfahrungen gemacht: „Da war die Zielsumme nach eineinhalb Tagen zusammen.“ Außerdem würde eine Unterstützung von Kindern und Jugendlichen „gut mit unserer Satzung harmonieren“. Daher motivierte Gutzeit die Schulleiterin, den Blick auf die Zeit nach Corona zu richten und auf der Plattform des Energieunternehmens dabei zu sein. „Wir übernehmen dabei nur die Prozessunterstützung“, betont Gutzeit.

Klingende Säulen

Von Gutzeits Begeisterung ließen sich Kanne und ihre Kolleginnen – darunter besonders das Projektteam aus Suska Oestreicher (Fachberaterin Sport im Landkreis) sowie den „musikalischen Säulen in Henfenfeld und Offenhausen“, wie Kanne sie nennt, Katrin Buchner und Sabine Herbst – anstecken. „Wir überlegten, was die Kinder brauchen und worauf sie sich freuen“, berichtet Kanne.

Schnell nahm die musikalische Projektwoche im Sommer Gestalt an. Der Vorteil davon: Trommeln könne man auch draußen oder in großen Räumen, denn das stehe im Fokus: „In Workshops mit uns Lehrern und externen Referenten sollen die Kinder mit Rhythmus um die Welt reisen“, erklärt Herbst, die Koordinatorin für die musikalische Grundschule.

Um dafür Trommelsticks, Djemben von Dieter Weberpals und Pezzibälle anschaffen und die Gäste bezahlen zu können, brauche man Spenden, so Herbst. Und Kanne ergänzt: „Einen Teil davon würden wir auch für Schulshirts ausgeben, um damit die Gemeinsamkeit der beiden Schulhäuser zeigen und unser Schullied präsentieren zu können.“

Trommeln mit dem Kochlöffel

Die Vorbereitungen laufen bereits, verraten die Lehrerinnen. Per Video-Unterstützung während des Distanzunterrichts habe man bereits einen Cup-Song und einen Line-Dance eingeübt. „Das Tanzen klappt schon gut, wie ich in der Notbetreuung erlebt habe“, sagt Herbst. Auch Kanne hat den Eindruck, dass das Projekt den Kinderseelen gut tue, es das Gemeinschaftsgefühl stärke. Und es fördert die Bewegung, weiß Oestreicher: „Die Jungs und Mädchen trommeln auf Tische, Stühle und Büchertaschen.“

Das tun sie derzeit noch mit bunt bemalten Kochlöffeln. Nicht nur hier wirkt die Musik fächerübergreifend: „In Deutsch kann man Silben trommeln, in Mathe Einer, Zehner, Hunderter“, erläutert Oestreicher. Noch dynamischer würde das Trommeln mit Pezzibällen werden. „Die könnten wir für Rhythmus und Bewegung nutzen und das unterstützt beides das Lernen“, fügt Herbst an.

Um an den Darbietungen zu feilen, brauche es die Gemeinschaft und das gewünschte Material, so Herbst. „Daher peilen wir die Höchstsumme von 5000 Euro bei der N-Ergie-Aktion an“, so Kanne. Dass dieses Ziel erreicht wird, davon ist Gutzeit überzeugt: „Wir haben gute Multiplikatoren und einen großen Zusammenhalt im Tal.“ Das zeigten auch die Spenden aus der heimischen Gastronomie und Wirtschaft für den Prämienshop – ein echter Anreiz zum Mitmachen, findet Herbst.


Schneller Klick

Denn für die Projektwoche kann man ab 2. März für maximal vier Wochen auf zwei Weisen Geld geben: Man kann Honig, Kaffee, Essensgutscheine, Blumen, Trommelkurse und mehr erwerben oder direkt einen Betrag spenden. Doch nicht nur das soll für Dynamik und ein schnelles Erreichen der 5000 Euro sorgen: „Die N-Ergie legt pro Einzelspende 30 Euro drauf, solange bis der Fördertopf leer ist“, erläutert Gutzeit, „je mehr also gleich am Anfang spenden, desto mehr können wir von dem Zuschuss abbekommen“. Und auch die Prämien seien ja nicht unbegrenzt verfügbar, meint Gutzeit augenzwinkernd.

Wenn die Zielsumme erreicht ist, dann werde das Projekt gestartet. „Ansonsten gibt es das Geld zurück“, sagt Gutzeit. Und dann? „Dann ziehen wir die Musik-Woche in abgespeckter Form und mit Alternativen durch und der Elternbeirat übernimmt die Kosten für die Shirts“, verrät Kanne. Aber davon will Gutzeit nichts wissen: „Als Profis haben wir natürlich einen Plan B, aber den blenden wir bis Ende März aus.“

Ab 2. März kann man unter www.n-ergie-crowd.de/hammerbachtal entweder direkt oder per Kauf eines Produkts im Hammerbachtaler Prämienshop indirekt spenden. Die Aktion läuft vier Wochen.

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