Corona-Pandemie

Der Impfstoff ist da

Die ersten 100 Impfstoffdosen erreichen den Landkreis Nürnberger Land: Marcus Sperber vom Technischen Hilfswerk übergibt den Kühlbehälter Landrat Armin Kroder und Dr. Martin Seitz (links). | Foto: Sichelstiel2020/12/DSC_9436-scaled.jpg

NÜRNBERGER LAND — Einen Tag vor Beginn der Corona-Impfungen sind die ersten Dosen des Biontech-Impfstoffs im Nürnberger Land angekommen. Landrat Armin Kroder und Dr. Martin Seitz, der Ärztliche Leiter des Röthenbacher Impfzentrums, nahmen sie in Empfang.

Einen recht unscheinbaren Kühlbehälter brachte das Technische Hilfswerk (THW) da am Samstagmorgen aus Nürnberg mit – und doch ruhen auf den Fläschchen im Inneren große Hoffnungen. Es sind die ersten Impfstoffdosen, die den Landkreis erreichen. Sie sollen am morgigen Sonntag Bewohnern und Mitarbeitern von zwei Seniorenheimen verabreicht werden. Dafür werden mobile Teams ausschwärmen.

Regulär wird das Impfzentrum des Landkreises Nürnberger Land in Röthenbach seinen Betrieb hingegen erst am Montag, 4. Januar, aufnehmen. Denn noch ist das Vakzin ist knapp. Von den ersten 9750 Dosen, die den Freistaat erreichten, gingen 100 in den Landkreis – das sind gerade einmal 20 Fläschchen. Kein Wunder also, dass ein einziger Kühlbehälter ausreichend war.

THW übernimmt Verteilung

Weitere 1000 Dosen sollen bis Jahresende in zwei Einzellieferungen folgen, im kommenden Jahr sehen die Planungen dann eine regelmäßige Versorgung über die Zentrallager vor. Das THW wird von dort aus auch weiterhin die Verteilung an die Impfzentren vor Ort übernehmen.

Als erste Bevölkerungsgruppe sollen die über 80-Jährigen geimpft werden sowie die Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und Personen, die beruflich besonders exponiert sind, also etwa Pflegekräfte.

Impfung nur mit Termin

Herbert Zinßer von den Maltesern, der Verwaltungsleiter des Impfzentrums, weist darauf hin, dass niemand ohne vorherige Terminvereinbarung geimpft wird. „Die ersten über 80-Jährigen standen schon vor der Halle“, sagt er.

Dabei ist das zwecklos: Wer in der ersten Prioritätengruppe ist, der wird nach Angaben der Staatsregierung angeschrieben und kann sich um einen Termin kümmern. Auch eine Online-Anmeldung ist geplant.


Für eine vollständige Immunisierung sind zwei Impfungen im Abstand von 21 Tagen notwendig. Der zweite Termin wird beim „Auschecken“ im Impfzentrum vereinbart.

Weitere Informationen zur Terminvereinbarung und zum Ablauf der Impfung finden sich auf der Website des Bayerischen Gesundheitsministeriums.

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