Denkmal für ein Grautier

2010/03/20100401_esel_big.jpg

HERSBRUCK — Vor nunmehr 15 Jahren ist in Altensittenbach eine Straße nach Fred Schäfer, der Kriegsende die Stadt vor der Zerstörung bewahrte, benannt worden. Das nahmen nun die Verantwortlichen für das Altstadtfest zum Anlass und regten bei der Stadtverwaltung an, endlich auch dem berühmtesten Tier der Stadt einen Weg oder eine Straße zu widmen – dem Esel.

Einigkeit herrscht darüber, dass ohne das Eselrennen am Altstadtfestsonntag herzlich wenig los wäre. „Gäbe es dieses Grautier nicht, wären die Sitzplätze in den Straßen und Gassen am Sonntag nur dünn besetzt “, heißt es in dem Antrag. Durch dieses in Deutschland lange Zeit einmalige Spektakel sei die Stadt weit über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt. So suchte die Bad Sodener Lokalzeitung unlängst „Esel für Hersbruck “.

Auch Hersbrucks Stadtväter hatten jetzt ein Einsehen und beschlossen bei der letzten Stadtratssitzung unter Bürgermeister Wolfgang Plattmeier, den „Säuweg “ sowie die Stadtbushaltstelle am Ortseingang von Ellenbach in „Eselsweg “ umzutaufen.

Quasi als erste Amtshandlung weiht der frischgebackene Bürgermeister Robert Ilg heute um 9 Uhr die neue Haltestelle ein. Mit dabei sind unter anderem Eselrennen-Seriensieger „Django “ und ein Kamerateam des Bayerischen Rundfunks.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren