Röthenbach: Abriss hat begonnen

Das alte Bad kommt weg – und dann?

Bagger im Schwimmbecken: Arbeiter einer Rother Baufirma entkernen im Augenblick das alte, einsturzgefährdete Röthenbacher Hallenbad. | Foto: Sichelstiel2019/11/hallenbad-rothenbach-abriss.jpg

RÖTHENBACH — Die Tage des Röthenbacher Hallenbads sind gezählt. Das Gebäude am Schulzentrum Steinberg, das seit März 2015 wegen Einsturzgefahr geschlossen ist, wird entkernt.

Arbeiter einer Rother Baufirma entfernten gestern etwa Rohrleitungen. Voraussichtlich im Dezember, spätestens aber im Januar rücken dann die Bagger an. Sie werden auch die Spannbetondecke einreißen, deren Konstruktion von einem Statiker als unsicher eingestuft wurde. Seither müssen die Röthenbacher Schulen mit ihren Schwimmunterricht auf Nachbarorte ausweichen.

Auf einen Neubau haben sich die Stadt Röthenbach, der Landkreis Nürnberger Land und der Schulverband der Mittelschule bereits verständigt. Sie müssen sich die Kosten teilen. Doch zuletzt gab es Diskussionen über die Höhe genau dieser Kosten: Während der Landkreis die Marke von zehn Millionen Euro als Obergrenze ausgegeben hat, lag eine Schätzung des beauftragten Architekturbüros bei knapp elf Millionen Euro (die Pegnitz-Zeitung berichtete).

Im Röthenbacher Stadthaushalt steht aktuell die Summe von einer Million Euro: So viel kosten der Abriss und die Planungen für ein neues Hallenbad zusammen. Der Finanzplan der Kommune geht von einem Baubeginn im nächsten Jahr aus.

N-Land Andreas Sichelstiel
Andreas Sichelstiel