Klinik hat den Ausbruch im Griff

Corona-Infektionen im Laufer Krankenhaus

Der neue Bettentrakt des Laufer Krankenhaus in der Abendsonne. | Foto: Fischer2021/02/krankenhaus-lauf-bettentrackt-scaled.jpg

LAUF – Nach Corona-Infektionen unter Patienten und Mitarbeitern im Laufer Krankenhaus hat die Klinik aktuell einen Aufnahme- und Entlass-Stopp für Patienten in den Abteilungen Innere Medizin und Chirurgie verhängt. Das bestätigte die Klinik auf Nachfrage der Pegnitz-Zeitung.

Das Krankenhaus wurde bei der Rettungsleitstelle abgemeldet. Nachdem in den betroffenen Stationen im weiteren Verlauf alle bisherigen Testungen bei Patienten negativ verlaufen sind, „hat die Klinik in Lauf den Corona-Ausbruch aber im Griff“, wie es von der Pressestelle heißt.

Die positiv getesteten Mitarbeiter bleiben jetzt bis zu einem negativen Test in häuslicher Quarantäne. Patienten mussten wegen des Coronausbruches nicht verlegt werden, so die Antwort aus dem Krankenhaus auf die PZ-Fragen.

Weiterbehandlung gesichert

„Patienten, die auf den betroffenen Stationen in Lauf bereits aufgenommen waren, wurden ohne Einschränkungen weiter behandelt.“ heißt es weiter. Ein erhöhtes Ansteckungsrisiko bestand und bestehe für sie deshalb nicht, da weitere Testungen bei Patienten negativ verlaufen seien. Eine Verlegung von Patienten in andere Krankenhäuser war ebenfalls nicht nötig.

Der Entlass-Stopp bedeutet, dass positiv getestete Patienten nicht in andere Krankenhäuser oder zurück in Pflegeheime verlegt werden, sondern bis zur Frei-Testung im Krankenhaus Lauf bleiben. „Positiv getestete Patienten, die trotz Quarantäne zuhause gut versorgt sind, können dabei selbstverständlich entlassen werden“.

Die positive Nachricht aus dem Laufer Krankenhaus ist, dass es grundsätzlich keinen kompletten Aufnahmestopp gab, „da sich ein Aufnahmestopp jeweils nach dem aktuellen Infektionsgeschehen richtet“. So werde der Aufnahmestopp für die Innere Medizin wahrscheinlich in den nächsten Tagen wieder aufgehoben, „für die chirurgischen Stationen wird er voraussichtlich in der nächsten Woche wieder aufgehoben“, so eine Kliniksprecherin. In der Geburtshilfe, auf der Wochenstation und bei den ambulanten Operationen laufe der Betrieb weiter.

Jeden fünften Tag ein Test

Das Prozedere im Laufer Krankenhaus sei derzeit folgendes: Seit kurzem werden alle Patienten der Krankenhäuser Nürnberger Land nicht nur bei der Aufnahme, sondern zusätzlich jeden fünften Tag auf Corona getestet.

Diese Routinetestungen und das höhere allgemeine Infektionsgeschehen führen dazu, dass in den Krankenhäusern tatsächlich häufiger als bislang Patienten mit Corona identifiziert werden. Auf diese Weise wurden auch die aktuellen Fälle entdeckt.

So konnten im Krankenhaus Lauf vorletzte Woche drei Patienten auf den Stationen der Inneren Medizin identifiziert werden, letzte Woche waren drei Patienten auf den chirurgischen Stationen betroffen. Ein Ansteckungsmuster sei allerdings nicht ersichtlich.


Antigen-Schnelltest für Mitarbeiter

Unmittelbar nach Bekanntwerden der Infektionen wurden alle Mitarbeiter aus dem patientennahen Bereich des Krankenhauses Lauf einem Antigen-Schnelltest unterzogen, schreibt die Pressestelle. Dabei wurden einige Mitarbeiter positiv getestet, alle waren bis dahin symptomfrei.

Für den Umgang mit Corona-Infektionen bei Patienten und Mitarbeitern gibt es in den Krankenhäusern Nürnberger Land ein festgelegtes Verfahren, das sowohl mit dem Klinikum Nürnberg als auch mit dem Gesundheitsamt des Landkreises abgestimmt ist. Kommt es auf einer Station zu einem Corona-Geschehen, werden alle infizierten Patienten sofort isoliert und ein Aufnahme- und Entlass-Stopp für die jeweilige Station verhängt.

Keine Aufnahmestopp in Altdorf

Keine erhöhten Corona-Infektionszahlen gibt es laut Krankenhauspressestelle derzeit im Krankenhaus Altdorf, hier gibt es auch keinen Aufnahmestopp wegen Corona. Das gelte auch für das Klinikum Süd. Allerdings könne es hier aus den verschiedensten Gründen kurzfristig immer wieder zu vorübergehenden Abmeldungen von Teilbereichen bei der Leitstelle kommen.

Clemens Fischer und Stefanie Buchner-Freiberger

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren