Zum 1. Januar 2023

N-ERGIE erhöht die Strom- und Gaspreise um bis zu 80 Prozent

EIn Stromzähler misst den verbrauchten Strom. Symbolfoto für Strompreis und Strom sparen. | Foto: Gina Sanders/stock.adobe.com2022/11/AdobeStock_140453879-scaled.jpeg

NÜRNBERGER LAND – Bis zu 80 Prozent mehr müssen Kunden der N-ERGIE bald für ihren Strom bezahlen, für Gaspreise steigen um rund 74 Prozent. Aufgrund gestiegener Beschaffungskosten muss der Energieversorger zum Jahreswechsel die Preise deutlich anheben.

Die N-ERGIE Aktiengesellschaft wird ihre Strom- und Erdgaspreise zum 1. Januar 2023 deutlich anheben. Man reagiere damit auf auf die extremen Preissteigerungen an den Handelsmärkten, die man nicht länger abfangen könne, heißt es in einer Pressemitteilung des lokalen Energieversorgers.

Vor allem die Stromkunden werden die Preiserhöhung zu spüren bekommen, denn die monatlichen Kosten steigen laut dem mittelfränkischen Versorgungsunternehmen um rund 80 Prozent, sodass ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt im Schnitt monatlich rund 60 Euro mehr bezahlen muss. Grund für die deutliche Erhöhung sei, dass sich die Strompreise der N-Ergie aktuell noch auf einem im Vergleich niedrigen Niveau bewegen würden und deshalb die Differenz zu den angepassten Preisen größer ausfalle.

Beispielrechnung Strom

Konkret bedeutet das für Stromkunden: Zum 1. Januar 2023 erhöht sich der monatliche Grundpreis beim meistgewählten Produkt STROM SMART aufgrund steigender Netzentgelte um 0,99 Euro (brutto). Der Energiepreis steigt hier bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 23,49 Cent auf 44,77 Cent (brutto) pro Kilowattstunde (kWh).

Für einen Haushalt, der im Tarif STROM SMART pro Jahr 3.500 kWh verbraucht, belaufen sich die monatlichen Mehrkosten ab Januar auf rund 63 Euro.

Erdgas: Senkung der Mehrwertsteuer wirkt preisdämpfend

Auch Erdgas-Kunden müssen noch einmal tiefer in die Tasche greifen. Zwar wirke sich die Senkung der Mehrwertsteuer preisämpfend aus, so die N-Ergie, dennoch müssen Gaskunden Preissteigerungen von rund 74 Prozent in Kauf nehmen. Ein Drei-Personen-Haushalt muss in diesem Fall rund 100 Euro mehr bezahlen als bisher.

Für die Beispielberechnung nutzt die N-ERGIE auch hier den meistgewählten Tarif und zwar das Produkt ERDGAS SMART. Zum 1. Januar 2023 steigt der Preis von 8,17 Cent auf 14,92 Cent pro kWh (brutto). Neben den extrem gestiegenen Preisen an den Energiemärkten kommen hier unter anderem gestiegene Netzentgelte zum Tragen, so die N-Ergie.

Zuletzt wurden die Gaspreise aufgrund gestiegener Beschaffungskosten zum 1. Juni erhöht. Preisdämpfend hingegen haben sich die Senkung der Mehrwertsteuer ausgewirkt, die die N-ERGIE rückwirkend zum 1. Oktober bereits an ihre Kunden weitergegeben hat.

Strom: erste Preiserhöhung seit drei Jahren

Insgesamt hebt der Versorger hervor, dass Kundinnen und Kunden zuletzt von einem großen Preisvorteil gegenüber anderer Anbieter profitiert hätten. Bei Strom handele es sich zum Beispiel um die erste Preiserhöhung innerhalb von drei Jahren. Zum 1. Juli 2022 seien die Preise durch den Wegfall der EEG-Umlage sogar gesunken.

Deckelung der Energiekosten

Man begrüße, dass die Bundesregierung weitere zentrale Maßnahmen geplant habe, um die Bürger zu entlasten. Zur Diskussion stehen aktuell Preisbremsen für Erdgas und Strom, die im 1. Quartal 2023 umgesetzt werden sollen: So soll für 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs der Endkundenpreis für Gas bei 12 Cent pro kWh (brutto) gedeckelt werden sowie das Preislimit bei Strom bei 40 Cent/kWh (brutto) liegen.

„Sobald alle offenen Fragen geklärt sind und die angekündigten Schritte rechtskräftig werden, wird die N-ERGIE auch diese Entlastungen unverzüglich und vollständig an ihre Kund*innen weitergeben„, so das Unternehmen.

Kunden bekommen Post

Über die Preisänderungen bei Strom und Erdgas informiert die N-ERGIE ihre Kunden in einem persönlichen Anschreiben sowie über Anzeigen in den Tageszeitungen. Auch auf ihrer Internetseite veröffentlicht sie die neuen Preise und gibt Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema Preisanpassung.

Die N-ERGIE passt aufgrund der erheblichen Preisänderungen die Abschläge ihrer Kunden automatisch an, um Nachzahlungen zu vermeiden. Über die geänderten Abschläge informiert das Unternehmen in einem separaten Schreiben. Wer durch die Preiserhöhung in Zahlungsschwierigkeiten gerate, solle sich frühzeitig melden, um gemeinsam eine Lösung zu finden, so der Energieversorger.

Tipps zum Sparen

Um die höheren Kosten etwas abzufedern, sei Energiesparen weiterhin das wirksamste Mittel. Zahlreiche Tipps, wie man im eigenen Haushalt mit kleinen Maßnahmen in Summe viel Energie sparen kann, gibt es unter: www.n-ergie.de/energie-schonen

Prämien für Energiesparer

Darüber hinaus unterstützt die N-ERGIE Kund*innen mit einer Energiesparprämie: Haushalte, die es schaffen, ihren Wärmeverbrauch in den kommenden Monaten um mindestens zehn Prozent zu senken, belohnt das Unternehmen wahlweise mit einer Gutschrift in Höhe von 50 Euro oder einer höherwertigen Prämie für den regionalen ÖPNV im VGN. Erdgas- und Fernwärmekund*innen der N-ERGIE können sich noch bis 16. Dezember 2022 für die Aktion anmelden: www.n-ergie.de/energiesparpraemie

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