Schau bis 12. September

Ina Schilling stellt im Kunstfenster Hersbruck aus

Die Serie „Frauenbilder“ im Kunstfenster der Sparkasse stammt von Ina Schilling. | Foto: privat2019/08/Nr.2767b-9-Bilder-Kunstfenster-Heb.jpg

HERSBRUCK – Rot, Ocker, Weiß, Schwarz, Ina Schilling hat ihre Palette stark eingeschränkt, nicht aber den Reichtum der Erfahrungswelt von Frauen, die sie in ihren neun Gemälden darstellt. Bis zum 12. September sind die Arbeiten von Ina Schilling zu sehen, die derzeit auch im Stadthaus ein großformatiges Werk ausstellt und gerne in Serien arbeitet.

Die Serie „Frauenbilder“ im Kunstfenster der Sparkasse am Oberen Markt lässt leise die „Lebensalter“-Darstellungen wie etwa von Lucas Cranach anklingen. Für Ina Schilling kam der Impuls für die Frauenbildnisse in der Adventszeit, wo für sie durch die Geburt Jesu auch das Glück der Mutterschaft gefeiert wird.

Das vierte Bild von links zeigt eine Mutter mit einem Säugling. Möchte man im Bereich biblischer Geschichten bleiben, so erinnern die Bilder zwei und drei von links an die Begegnung von Elisabeth mit der schwangeren Maria. Doch durch ihre schlichte, fast schon symbolhafte Behandlung der Frauenfiguren hebt Schilling ihre Frauen aus der Begrenzung auf einen historischen Zeitraum heraus.

Sprechend schön

Sie bezieht sich auf allgemein menschliche Erfahrungen: die Tochter, die sich über ihre älter gewordene Mutter beugt, die schlichte Zuwendung von Freundinnen. Die wenigen Farben, der Verzicht auf individuelle Gesichtszüge und die „sprechenden“ Hände bringen dabei einen schönen Rhythmus in die Einzelbilder und erzeugen eine Gesamtkomposition der neun Arbeiten.

Ina Schilling, die ihre Ausbildung in Sao Paulo und an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg erhielt, ist in der Region mit Ausstellungen stets präsent und wurde 2007 zur Künstlerin des Landkreises Roth erklärt. Ihr Schwerpunkt liegt auf Menschendarstellungen und Frauenbildnissen.

N-Land Ute Scharrer
Ute Scharrer