Kartenvorverkauf läuft

Filmsommer am Tetzelschloss findet statt

Auch 2020 wird es Kinoabende vor dem Tetzelschloss geben – mit ein paar Einschränkungen. | Foto: U. Scharrer2020/07/SF1300000001HY1.jpeg

KIRCHENSITTENBACH – „Wir waren uns von Anfang an einig, dass wir den Filmsommer stattfinden lassen wollen“, sagt Claudia Müller. Denn auch, wenn das Coronvirus immer noch für erhebliche Einschränkungen sorgt, wollte sich die Arbeitsgruppe des Fördervereins „Kunst, Kultur und Bildung im Tetzelschloss“ nicht unterkriegen lassen.

Deshalb sei die Frage zu Beginn der Corona-Krise nicht gewesen, ob die Open Air Veranstaltung vor dem Kirchensittenbacher Tetzelschloss stattfindet, sondern wie. „Es war uns einfach wichtig, weil es immer ein besonderes Ambiente gibt, wir viel Spaß dabei haben und uns so viele Stammgäste über die Jahre die Stange hielten“, sagt Müller. Umso größer sei die Freude der Organisatoren gewesen, als sich in den vergangenen Wochen die Corona-Lage entspannte und Lockerungen angekündigt wurden.
Filmstarts verschoben

Von einer einfachen Planung könne man aber dennoch nicht sprechen: Viele Auflagen müssen eingehalten werden und das Erstellen eines Hygienekonzepts sei sehr aufwendig gewesen. „Hinzu kam, dass wegen der Pandemie alle Filmstarts, die für das erste Halbjahr geplant waren, verschoben wurden. Das machte die Filmauswahl äußerst schwierig“, erzählt Müller weiter. Viele Streifen, die das Team für den Kinosommer im Kopf hatte, seien dadurch weggefallen. Neue Ideen mussten her. Trotzdem konnten die Ehrenamtlichen einige Leckerbissen an Land ziehen.

Snacks und Flaschen

Wegen der Abstandsregel von eineinhalb Metern ist die Gästezahl dieses Jahr auf 100 beschränkt. Karten können weiterhin im Vorfeld oder an der Abendkasse gekauft werden, die Veranstalter bitten jedoch darum, die Tickets wegen besserer Planung vorab zu kaufen. Die Besucher bekommen an der Kasse feste Plätze auf bereitstehenden Bierbänken zugewiesen. Zudem ist die Bewirtung auf abgepackte, „typische Kinosnacks“ reduziert und Getränke gibt es nur in Flaschen.

Auch bei der Anzahl der Filme mussten die Organisatoren Abstriche machen: „Im Inneren wären die Auflagen noch strenger gewesen. Da sind wir lieber vorsichtig“, erklärt Müller. Deshalb werden dieses Jahr keine Nachmittagsfilme im Schlosssaal laufen.

Bei den Eintrittskarten gibt es ebenfalls eine Neuerung: Sie kosten einen Euro mehr, aus einem wohlwollenden Grund: „Weil auch die Tetzel’sche Familienstiftung durch die Krise ohne Events sehr gebeutelt ist, wollen wir sie mit einem Euro pro verkaufter Karte etwas unterstützen“, erklärt Müller.  Ob sich der Filmsommer am Tetzelschloss trotz der reduzierten Gästezahl heuer tragen wird, könne natürlich niemand sagen. „Aber auch, wenn es eine Nullnummer wird: Das ist es uns trotzdem wert“, sagt Müller.

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