Zusage des Freistaates dauerte zu lange

Festival auf der Neuhauser Burg fällt aus

Das Veldensteiner Festival – hier die Band Eluveitie 2014 – ist möglicherweise Geschichte. Foto: J. Ruppert2015/03/5_2_1_2_20150313_FESTI.jpg

NEUHAUS – Für die Fans des Veldensteiner Festivals gibt es eine schlechte Nachricht. Das beliebte Open-Air, das jeweils am letzten Juliwochenende die Massen auf die Neuhauser Burg gelockt hat, findet heuer nicht statt. Die Zukunft des Musikevents ist ungewiss.

Das Concert-Büro Franken hat mittlerweile eine Begründung auf die Internetseite des „Veldensteiner“ gestellt. Darin heißt es: „Bis zum Spätherbst 2014 mussten wir von Veranstalterseite auf eine verbindliche Auskunft des Freistaats Bayern als Eigentümer des alten Gemäuers warten, ehe die Möglichkeit der Festivaldurchführung für 2015 wieder zugesagt werden konnte. Das war aber leider zu spät, wie sich mittlerweile herausgestellt hat. Denn trotz massiver Bemühungen ist es uns nicht mehr gelungen, ein halbwegs spannendes Programm zusammenzustellen.“

Und weiter: „Alle von uns angefragten Künstler hatten keine Zeit mehr oder waren schon an anderen Orten in unserer Region mit ihren Auftritten verbucht. Deshalb müssen wir als Veranstalter jetzt leider kapitulieren und das Festival schweren Herzens nach einer zwölfjährigen Historie absagen.“

Das Concert-Büro beurteilt die Zukunftsperspektive als „nicht sehr rosig“ und begründet dies auch: „Wegen der anstehenden Sanierungsarbeiten auf der Burg Veldenstein kann der Freistaat Bayern keine langfristige Planungssicherheit für das Festival geben. Außerdem sind die Beeinträchtigungen für das Festival durch den Baubetrieb immer nur relativ kurzfristig absehbar. Deshalb wissen wir aktuell leider überhaupt nicht, wie und ob es mit dem Veldensteiner Festival weitergehen wird.“

Damit geht möglicherweise still und leise eine kleine Ära für Neuhaus zu Ende. Denn vor allem Mittelalterbands wie In Extremo, Saltatio Mortis oder Schandmaul und Formationen aus der „Neuen Deutschen Härte“ à la Eisbrecher prägten das meist laute Geschehen.

Stars wie Ritchie Blackmore – bekannt dank seiner Band Deep Purple – zogen scharenweise die Besucher an. Dazu kamen Farbtupfer wie die Kabarettistin Martina Schwarzmann, keltische Musiker, die Gothic-Größe ASP, die Folkrocker von Fiddler s Green und die Band Faun, die vor kurzem beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest antrat.

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