Am Samstag

Orgelkonzert in der Hersbrucker Stadtkirche

An der Orgel der Stadtkirche sitzt am Samstag Organist Maximilian Hutzler.
An der Orgel der Stadtkirche sitzt am Samstag Organist Maximilian Hutzler. | Foto: privat2026/09/An_der_Orgel_der_Stadtkirche_sitzt_am_Samstag_Orga.jpg

HERSBRUCK – Wenn Organist Maximilian Hutzler die Orgel der Hersbrucker Stadtkirche am Samstag, 3. Oktober, um 11 Uhr für eine halbe Stunde spielt, verbinden sich in einem besonderen Konzertprogramm zwei Welten der Barockmusik: die geordnete, klare Harmonik von Johann Pachelbel und die tiefgründige, emotionale Kraft von Johann Sebastian Bach.

Das Programm stellt Bachs berühmtes Präludium in c-Moll (BWV 546, 1) in den Mittelpunkt und rahmt es ein mit Werken des Komponisten Johann Pachelbel, der Bachs Lehrer war. Johann Pachelbel (1653–1706) gilt als einer der wichtigsten Komponisten des deutschen Barock. Seine Ciacona in D-Dur (oft auch als Chaconne bezeichnet) und seine Fantasia in Es-Dur stehen für den klaren, melodischen und harmonisch durchsichtigen Stil, der vor allem in Thüringen und Franken Schule machte.

Im Zentrum der Mittagsmusik steht jedoch Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge in c-Moll. Entstanden in Bachs Leipziger Zeit (zirka 1723–1729), gilt das Präludium als eines der monumentalen Meisterwerke der Orgelliteratur. Im Gegensatz zur klaren Struktur Pachelbels eröffnet Bach ein weites, fast dramatisches Klangfeld.

Während Pachelbels Fantasia noch im Stil der freien Improvisation verankert ist, zeigt Bachs Präludium die vollendete Kunst der durchkomponierten Form. Das Konzert verspricht somit nicht nur eine musikalische Reise durch zwei Epochen des Barock, sondern auch einen tiefen Einblick in die Entwicklung der Orgelmusik in Deutschland.

Info: Der Eintritt zum Konzert ist frei.

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