Stadtratssitzung Velden

Mittelschule Velden wird saniert

Hier rücken bald die Bagger an: der zur Sanierung anstehende Gebäudeteil der Mittelschule Velden mit Turnhalle, Hallenbad sowie Sanitär- und Versorgungsräumen. | Foto: S. Fuchs2019/04/MS.jpg

VELDEN – In der Aprilsitzung berichtete Diplom-Psychologin und -Gerontologin Sabine Distler den Stadträten über den aktuellen Sachstand des von ihr betreuten Projekts „Stadt- und Quartiersentwicklung Velden“.

Die Gesamtsumme aller Aufträge beläuft sich auf 1,65 Millionen Euro. Für jedes Gewerk seien mehrere Angebote vorgelegen, so der Rathauschef. Was zwar kaum zu erwarten war, aber bislang liege man um rund 50  000 Euro unter den geschätzten Gesamtkosten. Hinzu kämen noch die Honorarkosten für Architekten und Planer von zirka 350  000 Euro, so dass man mit dem Bauvorhaben insgesamt die Grenze von 2 Millionen Euro überschreiten werde Allerdings habe die Stadt aus drei Fördertöpfen bislang bereits Zusagen von 1,16 Millionen Euro erhalten.

Der Baubeginn ist am 23. April mit Abbrucharbeiten und Schadstoffentsorgung. Zudem wird ein Teil des Pausenhofs für die Baustelleneinrichtung benötigt. Das Hallenbad ist letztmals am 30. April geöffnet.

Vergangenes Jahr ließ sich der Stadtrat ein „Quartierskonzept Velden“ von Sabine Distler, der Vorsitzenden des gemeinnützigen, im Hartensteiner Kulinario ansässigen Vereins „Curatorium Altern gestalten“, vorstellen. In der Folge wurde die Diplom-Psychologin und -Gerontologin mit der Umsetzung des auf vier Jahre ausgelegten „seniorengerechten“ Quartiermanagements beauftragt, ein bislang erstmaliges Projekt im Nürnberger Land. So soll unter anderem ein Sozialraumkonzept für ältere Bürger mit Assistenzbedarf entstehen, das deren Verbleib im vertrauten Umfeld und damit eine selbstbestimmende Lebensführung von Senioren sichert.

Strategie in drei Teilen

Eine Strategie nach den Vorgaben des Sozialministeriums, so Distler, sehe drei Merkmale vor: Wohnen und Grundversorgung, ortsnahe Unterstützung und Pflege sowie soziale Netzwerke und Beratung. Bei den Überlegungen zur Umsetzung dieser Handlungsfelder habe sie seit November Fördermöglichkeiten ausgelotet, Kontakte zu einschlägigen Behörden- und Beratungsstellen hergestellt und verschiedene Kongresse und Fachtagungen besucht.

Als nächsten Schritt will die Quartiermanagerin per Fragebogen mehr über Wünsche, Vorstellungen und Anregungen vom „Älterwerden und Wohnen in Velden und seinen Ortsteilen“ erhalten. Interessant für die Auswertung seien unter anderem Angaben darüber, was ältere Menschen im Ort brauchen, welche Angebote es für sie bereits gebe und was vielleicht neu auf die Beine gestellt oder organisiert werden müsse. Sie denke etwa an häusliche Hilfen für den Alltag und bei persönlichen Anliegen, an Kontaktmöglichkeiten im Wohnumfeld oder an vielleicht bislang nicht bekannte ehrenamtliche Angebote.

Fragen über Fragen

Der umfangreiche Fragebogen soll in den nächsten Tagen an alle Haushalte der Kommune gehen. Die Befragung selbst bleibt anonym, die ausgewerteten Ergebnisse werden öffentlich präsentiert. In den Unterlagen befindet sich zudem ein „Mitmachzettel“, in dem jeder seine Teilnahme an einem Runden Tisch „Alter mit Zukunft in Velden“ und sein Interesse an einer offenen Kultur-, Ausflugs- und Informationsbörse 60+ sowie an einem bürgerschaftlichen Engagement bekunden kann.

Abschließend wies Sabine Distler darauf hin, dass sich das Projekt für die Auszeichnung „Initiative demenzfreundliche Kommune Mittelfranken“ empfehle.

N-Land Siegfried Fuchs
Siegfried Fuchs