Kreatives Projekt

Kunst am Klo im CJT-Gymnasium in Lauf

Die Teilnehmer des Leistungsfachs Kunst bemalten die Wände und wurden bei der Umgestaltung von weiteren Helfern unterstützt.
Die Teilnehmer des Leistungsfachs Kunst bemalten die Wände und wurden bei der Umgestaltung von weiteren Helfern unterstützt. | Foto: Ulrich Baier2026/04/Leistungsfach-Kunst-Jgst13-scaled.jpg

LAUF – Die Jungentoilette im Erdgeschoss des Christoph-Jacob-Treu-Gymnasiums wurde renoviert. Nun gleicht sie einer Kunstgalerie.

Nach einer intensiven Modernisierungsphase wurde der Raum nun wiedereröffnet – und sorgt bei der Schulfamilie für Begeisterung. Wo früher abgenutzte Fliesen und eine eher funktionale Atmosphäre herrschten, findet man heute ein echtes Highlight des CJT-Schulgebäudes. „Kunst fürs Klo“ lautet das inoffizielle Motto des Projekts, das weit über eine gewöhnliche Sanierung hinausgeht. Die Wände sind nicht länger bloße Begrenzungen, sondern dienen als Leinwand für kreative Ideen, die den Raum in eine kleine Galerie verwandelt haben.

Zweijähriger Kreativprozess

Das optische Herzstück ist das Ergebnis eines zweijährigen Kreativprozesses: Unter der Leitung von Ulrich Baier entwickelten die Teilnehmer des Leistungsfachs „Kunst“ ein Konzept, das Humor mit handwerklichem Geschick vereint. Mit viel Liebe zum Detail und originellen Konzepten verwandelten die Schülerinnen und Schüler die sterile Umgebung in einen Ort, der zum Verweilen und Staunen einlädt – auch wenn man eigentlich nur kurz Händewaschen wollte.

Wer die Jungentoilette heute betritt, wird von dynamischen, schraffierten Zeichnungen empfangen, die den Sanitärbereich zur Bühne machen. Da kickt ein Fußballspieler zielsicher eine Toilettenpapierrolle, während der Torhüter über dem Türrahmen zur Parade abhebt. Die Schülerinnen und Schüler bewiesen dabei einen feinen Blick für Ironie: Alltagsgegenstände werden zweckentfremdet – so dient eine Klobürste als Mikrofon für einen leidenschaftlichen Sänger und eine Klobrille wird kurzerhand zum extravaganten Halsschmuck.

Ein weiteres Highlight wartet in der Mitte des Raums: Eine Gestalt aus Aluminium und blauen LEDs, die so entspannt daliegt, als würde sie die neue Atmosphäre selbst genießen.

Zusammenspiel engagierter Akteure

Dass aus der Sanierung ein derartiges Prestigeprojekt wurde, ist dem Zusammenspiel engagierter Akteure zu verdanken. Dies betont auch Schulleiter Wolf Kraus, der allen Beteiligten für die hervorragende Zusammenarbeit ausdrücklich dankt. Ein besonderer Dank ging an Jörg Füchtbauer: Als Hausmeister des CJT-Gymnasiums begleitete er die technische Umsetzung mit unermüdlichem Einsatz. Die entscheidende Basis schuf zudem das Landratsamt Nürnberger Land. Dank der Unterstützung von H. Hänsel konnte die Modernisierung nicht nur realisiert, sondern nach höchsten Standards vollendet werden. Auch der Elternbeirat brachte sich entscheidend ein, unter anderem beim Thema Belüftung.

Nicht zuletzt ist es dem beharrlichen Engagement der Schulleitung, insbesondere von Heike Krames, zu verdanken, dass innovative Akzente – wie das zentrale Kunst-Podest mit integriertem Stromanschluss – ihren Platz im Konzept fanden.

Die Resonanz ist durchweg positiv: Das neue „stille Örtchen“ ist zum Gesprächsthema auf den Gängen geworden. Es bleibt zu hoffen, dass dieser neue Standard an Ästhetik und Sauberkeit lange erhalten bleibt und vielleicht sogar Vorbild für weitere Projekte im Schulhaus wird. Auch die Mädchen des CJT-Gymnasiums wünschen sich so ein „mega Klo“.

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