Gemeinschaft

Inklusions-Aktion in Hersbruck: Tandemräder für Menschen im Autismus-Spektrum

Ein Ausflug ins Hersbrucker Zentrum ist eine willkommene Abwechslung und macht allen Spaß: Autisten und Mitarbeitende der Rummelsberger Diakonie mit den neuen Doppelfahrrädern.
Ein Ausflug ins Hersbrucker Zentrum ist eine willkommene Abwechslung und macht allen Spaß: Autisten und Mitarbeitende der Rummelsberger Diakonie mit den neuen Doppelfahrrädern. | Foto: Rummelsberger Diakonie2026/06/Ein_Ausflug_ins_Hersbrucker_Zentrum_ist_eine_willk.jpg

HERSBRUCK – Der Fachbereich Autismus am Campus Haus Weiher in Hersbruck hat zwei Doppelfahrräder mit Elektroantrieb samt Fahrrad-Unterstand angeschafft. Die Aktion Mensch unterstützte die Einrichtung mit rund 40.000 Euro.

Mit den Rädern erkunden Mitarbeitende und Menschen im Autismus-Spektrum nun Hersbruck und die Umgebung. „Doppelfahrräder verbinden Bewegung, Wahrnehmungsförderung und soziale Teilhabe auf natürliche Weise“, sagt Wohnbereichsleiterin Marina Lang.

Die Kombination aus Bewegung, gemeinsamer Aktivität und strukturierter Umgebung könne positive Effekte erzeugen. Die Aktivität stehe im Vordergrund, nicht die sozialen Anforderungen. „Für viele Menschen im Autismus-Spektrum ist der Zugang zu Freizeitangeboten oder Ausflügen häufig mit Hürden verbunden“, erklärte Lang. Dazu gehörten Unsicherheiten im Straßenverkehr oder Reizüberflutung.

Neue Teilhabemöglichkeiten

Laut Mitteilung der Rummelsberger Diakonie könne Radfahren helfen, innere Anspannung zu reduzieren. Nebeneinander auf einem Doppelfahrrad zu fahren, ermögliche soziale Teilhabe auf entspannte Weise. Es entstehe Gemeinschaft, ohne intensive Kommunikation. Für viele autistische Erwachsene könne diese Form des Miteinanders angenehm sein.

Mit den Doppelfahrrädern entstehen neue Möglichkeiten der Teilhabe, sei es bei Ausflügen, inklusiven Gruppenangeboten oder bei einer gemeinsamen Fahrt durch den Park. „Bei unseren Ausflügen kommen wir immer wieder in Kontakt mit Hersbruckern. Mit dem Rad ist das so einfach und es kommt ein Gefühl von Miteinander auf“, erzählt Nicole Böhm, Mitarbeiterin des Hersbrucker Wohnbereichs.

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