HERSBRUCK – Diakon Martin Chmel ist im Gemeindehaus der Evangelisch-methodistischen Kirche in Hersbruck nach über 40 Jahren im Dienst der Rummelsberger Diakonie in den Ruhestand verabschiedet worden. Chmel war in den letzten zwölf Jahren Einrichtungsleiter des Hauses Weiher.
Die Zeremonie, geleitet von Diakon Volker Deeg, Mitglied der Geschäftsführung und fachlicher Leiter der Rummelsberger Dienste für Menschen mit Behinderung, würdigte Chmels Wirken: „Martin ist kein Mann der Schnellschüsse. Er wägt ab, denkt nach, bevor er handelt. Er steht für Beständigkeit und Verlässlichkeit und schafft damit Sicherheit.“ Markus Jung, Pastor der Evangelisch-methodistischen Kirche, vollzog die Entpflichtung und fand ebenfalls persönliche Worte: „Du hast viele Menschen berührt, unterstützt, begleitet.“
Im Wichernhaus in Altdorf fing alles an
Chmel begann seine Laufbahn 1984 als Logopäde im Wichernhaus Altdorf, wo er über zwei Jahrzehnte die Therapieabteilung leitete. Seine Weiterbildungen zum Sozialwirt und zur verantwortlichen Pflegefachkraft bereiteten ihn auf die Übernahme der Leitung des Hauses Weiher 2014 vor, heißt es in der Pressemitteilung der Rummelsberger Diakonie.
Diakonin Christine Meyer, Älteste der Diakoninnengemeinschaft und Vorständin der Rummelsberger Diakonie, erzählte, wie sie Chmel bei einer Weiterbildung zufällig kennenlernte – als Sitznachbarn. Sie habe ihn „als Zuhörer, zugewandt und als jemanden, der für seine Arbeit brennt“ erlebt. In ihrer Predigt stellte sie die Barmherzigkeit in den Mittelpunkt: „Barmherzigkeit kommt ganz viel aus dem Inneren des Menschen.“ Barmherzigkeit und Gerechtigkeit seien untrennbar. „Gott sieht mit dem ganzen Herzen, möchte schützen und bewahren. Beides gehört zusammen: Herz und Verstand.“ Und sie schlug den Bogen zu Chmels Wirken: „Du bist immer auf Augenhöhe mit den Klientinnen und Klienten gewesen – mit Würde und Respekt.“
Dank an Chmels Familie
Für einen Schmunzler sorgte Hersbrucks Bürgermeister Robert Ilg in seinem Grußwort: „Ich mache mir Sorgen um die Gesamtgesellschaft, wenn sich Menschen im besten Führungsalter ‚aus dem Staub machen‘. Ich konnte es kaum wahrhaben, dass Sie nach ‚nur‘ 40 Jahren von Bord gehen.“ Ilg würdigte Chmels Engagement in Arbeitskreisen der Stadt Hersbruck: „Sie haben durch Ihre positive Art und Ihr ruhiges Wesen Ihre Interessen zum Ausdruck gebracht.“ Abschließend dankte er auch Chmels Familie dafür, „dass sie ihm den Rücken freigehalten haben“. Weitere Grußworte hielten Michael Groß (Caritas Nürnberger Land), Willi Bauer (Mitarbeitendenvertretung), Olivia Fuchs (Bewohnervertretung) und Björn Schukat (Dekanat Hersbruck).
Martin Chmel dankte allen Rednerinnen und Rednern, für „die lieben und zugewandten Worte“. Er habe das Diakonsein als Berufung wahrgenommen. Ein besonderer Dank ging an seine Ehefrau und Familie, die er als „Quellen der Kraft“ bezeichnete.
