130 Einsatzkräfte, 17 Stunden

Großeinsatz der Feuerwehren: Dach der Biogasanlage in Püscheldorf drohte einzustürzen

Mit Drehleitern versuchten Feuerwehrleute aus dem gesamten Dienstbezirk eins, das Tragluftdach der Püscheldorfer Biogasanlage vom schweren Schnee zu befreien.
Mit Drehleitern versuchten Feuerwehrleute aus dem gesamten Dienstbezirk eins, das Tragluftdach der Püscheldorfer Biogasanlage vom schweren Schnee zu befreien. | Foto: ochen Stiegler/FF Kucha2026/01/Wintereinsatz_Biogasanlage.jpg

OFFENHAUSEN – Die Biogasanlage in Püscheldorf verfügt über Tragluftdächer. Denen machte der schwere und viele Schnee große Probleme: Sie drohten einzustürzen und einzureißen.

Bereits gegen 6.45 Uhr wurden daher am Montag die Feuerwehren Kucha und Altdorf alarmiert. Da die Biogasanlage viele Haushalte in Püscheldorf mittels Fernwärme versorgt, war es wichtig, diese in Betrieb zu halten.

Deshalb entschied man sich laut Pressemeldung des Kreisfeuerwehrverbands dazu, die Dächer zu räumen und veranlasste eine entsprechende Nachalarmierung. Da alle Maßnahmen mit Sicherung gegen einen Absturz und quasi von Hand erfolgen mussten und das Dach nicht von mehreren Personen zeitgleich betreten werden konnte, gestaltete sich die Räumung entsprechend langwierig. Dazu schneite es weiter.

Drehleitern aus Altdorf und Röthenbach

Auch wurde nur speziell im Bereich Absturzsicherung ausgebildetes Personal eingesetzt, das aus Feuerwehren Alfeld, Altensittenbach, Happurg, Hartmannshof, Kirchensittenbach und Offenhausen zusammengezogen wurde. Eine derartige Alarmierung im Bereich der Absturzsicherung hatte es bisher im Landkreis nicht gegeben. Hier machte sich die einheitliche Ausbildung und das gemeinsame Üben der Wehren im Landkreis mehr als bezahlt gemacht. Die Bereitstellung der über 42 hierfür ausgebildeten Einsatzkräfte durch die jeweiligen Kommandanten lief dabei hervorragend und unkompliziert.

Zur Sicherung kamen die Drehleitern aus Altdorf und Röthenbach zum Einsatz. Da sich die Maßnahmen bis weit in die Nacht zogen, wurde am Abend die Feuerwehr Weißenbrunn zur Ausleuchtung hinzugezogen. Auch Mitglieder der Kreisbrandinspektion waren vor Ort und unterstützen die Einsatzleitung. Betreiber und BRK versorgten die über 130 Einsatzkräfte mit Essen und Getränken. Gegen 23.30 Uhr ließ der Schneefall nach und der Einsatz konnte langsam beendet werden. Am Ende waren die Wehren über 17 Stunden beschäftigt. Die Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte, obwohl aus so vielen unterschiedlichen Feuerwehren, lief reibungslos und sehr koordiniert.

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