Schulaufführung

Ein „Sommernachtstraum“ im Röthenbacher Gymnasium

Mittel- und Oberstufenschüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums brachten Shakespeares „Sommernachtstraum“ auf die Bühne.
Mittel- und Oberstufenschüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums brachten Shakespeares „Sommernachtstraum“ auf die Bühne. | Foto: Privat2026/04/P1250817-scaled.jpg

RÖTHENBACH – Die Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums zeigten eines der berühmtesten Stücke von William Shakespeare.

Die Liebesheirat ist eine Errungenschaft, die sich erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu etablieren begann und sich in Teilen der Welt bis heute noch nicht durchgesetzt hat. So sieht es daher in William Shakespeares Sommernachtstraum für die junge Athenerin Hermia (Fiona Fronek, 11a) nicht danach aus, dass sie ihrem Herzen folgen und ihre Liebe Lysander (Jan Münchberger, 11b) heiraten kann. Ihr Vater Egeus (Aras Bozkurt, 11a) besteht nämlich darauf, dass Demetrius (Kazper Cedro, 9d) ihr Gemahl wird.

Nachdem Hermia sich nicht fügen will, ruft ihr Vater Athens Fürsten Theseus (Sven Kadetov, Q12) als Schiedsrichter an. Dessen Urteilsspruch fällt ebenso hart wie klar aus: Wenn Hermia nicht gehorcht, bleibt ihr nur die Wahl zwischen Todesstrafe oder dem Gang ins Kloster.

Lysander überredet nun Hermia, mit ihm in einen nahe gelegenen Wald zu fliehen. Hermias beste Freundin Helena (Stefania Barac, 11b) wird in den Fluchtplan eingeweiht, sie verrät ihn aber prompt ihrer großen Liebe Demetrius, um bei ihm zu punkten.

Gespiegelt in der Elfenwelt

Die vier jungen Leute landen so im Reich des Elfenkönigs Oberon (Mona Bölckow, Q13) und seiner Königin Titania (Alba Craiovan, 9c). Auch zwischen diesen beiden fliegen die Fetzen. „Was in der wirklichen Welt schiefläuft, wird in der Elfenwelt gespiegelt. Zwietracht und Fehlentscheidungen verhindern, dass Harmonie herrschen kann“, sagt Studiendirektorin und Regisseurin Gudrun Prucker.

Oberon beschließt, mit Hilfe des Waldgeistes Puck (Julia Wenzkowski, 10a) einen Zauber anzuwenden, um Titanias Widerstandsgeist zu brechen. Doch Puck, der eigentliche geheime Chef im Wald, verwechselt prompt Demetrius und Lysander und treibt außerdem mit einer Handwerkertruppe seinen Schabernack. Der selbstverliebte Handwerker Zettel (Narwin Candemir, 8b, und Lana Neif, 9b) ist so von sich überzeugt, dass er am liebsten alle Rollen in diesem Stück spielen würde, was die Geduld seiner Kollegen auf eine harte Probe stellt. Mit ihren absichtlich falschen Betonungen und verpassten Einsätzen beweist diese Truppe komödiantisches Geschick.

In dieser Koproduktion der Ober- und Mittelstufentheatergruppe des Geschwister-Scholl-Gymnasiums unter Leitung von Gudrun Prucker und Michael Scharf ist es den Schülerinnen und Schülern gelungen, die Leichtigkeit, mit der Shakespeare schwierige Themen angeht, auf die Bühne zu zaubern. Unterstützt wurden sie vom Technikteam unter der Leitung von Gregor Soukup (Q13) und musikalisch begleitet von Mona Rendenbach (10a).

Am Schluss dieser temporeichen Verwechslungskomödie kann man es mit einem von Shakespeares berühmtesten Zitaten halten: „Ende gut, alles gut!“

Carola Bendick

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