POMMELSBRUNN – Die Hartmannshofer Kirwa bot ein abwechslungsreiches Festprogramm. Höhepunkte waren das Austanzen und das Holen der Geschenke vom Baum. Dabei wäre eine akrobatische Einlage beinahe schief gegangen.
Die Hartmannshofer Kirwa startete an Fronleichnam traditionell mit der Voglsuppe im Feuerwehrhaus. Trotz kurzer Regenschauer war die Veranstaltung gut besucht, und alle Gäste kamen in den Genuss von Voglsuppn, Rindfleisch oder Bratwürsten, die von den Kirwapaaren serviert wurden. Dazu spielten die Kirchenrainbächer Spitzboum auf. Die Stammband Aeroplane zog dann am Freitag zahlreiche Besucher ins Festzelt und sorgte bis tief in die Nacht für ausgelassene Stimmung.
Nach wenig Schlaf ging es am Samstag in aller Früh zum Baum holen. Dieser wurde oberhalb von Hunas im Wald der Familie Tausendpfund gefällt und zum Kirwaplatz gebracht. Nach dem Schmücken und den Schnitzarbeiten wurde der 36 Ellen lange Kirwabaum mit viel Muskelkraft aufgestellt. Am Abend trat Austria G’fühl auf. Mit Klassikern von Wolfgang Abross, EAV, STS, aber auch moderneren Alpensongs brachte die Band das Zelt in Stimmung. Jede helfende Hand der Arge war an diesem Abend notwendig, um die vielen Besucher zu verköstigen.
Neues Oberkirwapaar
Etwas müde zogen am Sonntag die Kirwapaare in die Friedenskirche zum Festgottesdienst ein. Aufgrund des idealen Kirwawetters war der Biergarten vor dem Zelt bereits nachmittags gut gefüllt. Die Kinder konnten sich bei Karussell, Schießbude und Schiffschaukel vergnügen. Abends zogen die 16 Kirwapaare, angeführt von einer Schar Nachwuchskirwapaare, zum Festplatz und tanzten den Baum aus, bis das Weckerklingen die Entscheidung brachte: Neues Oberkirwapaar sind Carolin Reif und Johannes Helmke.
Beide mussten einen waghalsigen Ritt auf der Leiter überstehen, bis sie ihre Geschenke und den Kirwakrug vom Baum holen konnten. Anschließend wurde zusammen mit den Musikanten von In oiner Dur weitergefeiert. Mit dem Frühschoppen im Schlauchboot begann der letzte Kirwatag. Bis zum späten Nachmittag wurden die Gäste von den Drei Hockert´‘n unterhalten. Gut gestärkt machten sich die Kirwapaare auf den Weg durchs Dorf zum Oiersinga, während sich die verheirateten Paare zum Austanzen vorbereiteten.
Letzter Kirwatag mit Austanzen im Dorf
Hier kürte der Wecker Julia und Daniel Hecht zum Alt-Oberkirwapaar. Mit einem gewagten Hechtsprung von der Leiter wollte Daniel das Geschenke-Herunterholen etwas beschleunigen, fand sich aber unverletzt am Fuße des Baums wieder. Im zweiten Anlauf gelang es dann, Krug und Geschenk herunterzuholen. Einen krönenden Abschluss feierten die Hartmannshofer dann anschließend im Zelt. Zu den rockigen Klängen von Rooftopp wurde auf der Tanzfläche noch einmal alles gegeben.
