Johannitag in Triesdorf

Bayerischer Bauernverband: „Schweinepreise sind im Keller“

Günther Felßner (5.v.l.), Präsident des Bayerischen Bauernverbandes, mit Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (Mitte), mit Peter Köninger(5.v.r.), Präsident des BBV Bezirksverbandes Mittelfranken.
Günther Felßner (5.v.l.), Präsident des Bayerischen Bauernverbandes, mit Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (Mitte), mit Peter Köninger(5.v.r.), Präsident des BBV Bezirksverbandes Mittelfranken. | Foto: BBV2026/07/q84-f515x96-1024x501-1.webp

NÜRNBERGER LAND/ANSBACH – Zum 50. Jubiläum des Johannitages in Triesdorf gab sich Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer die Ehre. Den Besuch des Agrarministers am Stand des bayerischen Bauernverbandes (BBV) mit Günther Felßner, Präsident des BBV, nutzten zahlreiche Verbandsvertreter, um mit klaren Botschaften ihren Frust gegenüber der aktuellen Agrarpolitik abzulassen.

„40 Euro für’s Ferkel – dafür kann kein Schwein produzieren!“ – mit plakativen Aussagen zum Schweinepreisverfall aber auch zur sprichwörtlichen Salami-Taktik bei der Düngeverordnung (DüV) versuchten sie dabei, auf die ihrer Meinung nach „Missstände in der Landwirtschaft“ aufmerksam zu machen.

„Wir fordern zeitnah eine einfache und praxistaugliche Düngeverordnung – und zwar ohne die Ausweisung roter Gebiete“, bekräftigte Peter Köninger, der Präsident des BBV-Bezirksverbandes Mittelfranken, und hielt dem Bundesagrarminister demonstrativ ein Plakat mit der Botschaft „DüV – umpflügen und neu ansäen“ vor.

„Die Schweinepreise sind absolut im Keller“, kritisierte Erwin Auernhammer, stellvertretender Präsident des BBV-Bezirksverbandes Mittelfranken, im Gespräch mit Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer. Um kostendeckend produzieren zu können, müsste jedes Ferkel mit etwa 100 Euro entlohnt und der Preis pro Kilogramm Fleisch bei 2,30 Euro liegen, fordert der Ferkelerzeuger aus dem Landkreis Weißenburg.

Rainer hörte sich die Argumente an und betonte, dass er sich für eine Neuordnung der Düngeverordnung einsetzen werde. Die Preise auf dem Schweinemarkt würden allerdings durch den Weltmarkt geregelt – die Politik hätte hier nur wenig Handlungsspielraum, so Rainer. 

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